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D. Analyse des Mageninhaltes.
1. Reaktion. Dieselbe wird mit Laekmuspapier (8. 244,2) festgestellt;Magensaft reagiert meistens sauer.
2. Freie Säuren. Saure Reaktion kann von sauren Phosphatenherrühren; freie Säuren erkennt man, indem man 3—4 Tropfen Magen-saft auf trocknes Kongorotpapier (mit wässeriger Kongorotlös. impräg-niertes und getrocknetes Filtrierpapier) fallen läßt. Wird die getroffeneStelle dunkelblau, so ist freie Salzsäure vorhanden (noeh 0,05 Proz.sind erkennbar), ist die Stelle schwachblau oder violett oder ist nurder Rand derselben gefärbt, so sindderen Natur nach 4 und 5 festgestellt wird.
nur organ. Säuren vorhanden.
Freie Salzsäure. 2 g
Phloroglucin und
g Vanillin werdenin 30 g Spiritus gelöst (Günzburgs Reagenz). Werden gleichvielTropfen dieser Lös. und des filtrierten Magensaftes in einem weißen' Sehälchen sehr vorsichtig erwärmt, bis die Mischung fast verdampft ist,so entsteht bei Anwesenheit von Salzsäure eine intensiv hochrote Färbung.Diese Beaktion ist die einzige die nur Salzsäure erkennen läßt; die Reak-tion mit Silbernitrat (S. 81) bringen auch Chloride hervor.
Kurze Zeit nach dem Genuß von eiweißreicher Nahrung, namentlich vonMilch, findet man iiucb in normalem Magensaft keine freie Salzsäure, da die-selbe von den entstehenden Peptonen (s. unten) gebunden wird.
4. Freie Essigsäure und Buttersäure. Man versetzt etwa 5 ccm
Magensaft mit Alkalilauge bis zur alkalischen und dann mit Phos-phorsäure bis zur sauren Reaktion (wodurch das Freiwerden von HClverhindert wird), erhitzt zum Sieden und hält über die Mündung desProbierrohres befeuchtetes blaues Lackmuspapier, welches durch flüchtigeFettsäuren rot wird. Tritt diese Reaktion ein, so sättigt man weitere5 ccm Magensaft mit festem Kochsalz, schüttelt mit Äther aus,sammelt den letzteren und läßt ihn verdunsten.
a Die eine Hälfte des Rück-standes löst man in etwas Wasser,neutralisiert sorgfältig und setzt
b. Die andere Hälfte desRückstandes löst man in einigenTropfen Wasser und setzt ein
1 Tropfen Ferrichloridlös. hinzu; erbsengroßes Stückchen Calcium-
bei Anwesenheit von Essigsäureentsteht blutrote Färbung und beimKochen ein braunroter Nieder-schlag von basischem Ferriacetat.
chlorid hinzu; etwa vorhandeneButtersäure scheidet sich aufder Flüssigkeit in kleinen, ölartigen,sauer reagierenden Tröpfchen ab.
5. Freie Milchsäure. Man macht den filtrierten Magensaft mitAlkalilauge alkalisch, setzt dann Phosphorsäure bis zur sauren Reak-