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c. Übergießt man einige Kristallenen auf dem Deckel eines Por-zellanglühtiegels (Fig. 41) mit etwas Salzsäure, setzt eine Spur Ferri-chloridlös. zu und verdampft zur Trockne, so entsteht ein blauerRückstand.
d. Bringt man eine Spur Cholesterin mit einem Tropfen verd.Schwefelsäure und einer Spur Jodjodkaliumlös. zusammen, so färbtsich das Cholesterin gelbbraun, dann violett und dann meistens hell-blau. (Mikroskop. Nachweis.)
Die Reaktion a und b erhält man auch mit den Estern des Chole-sterins, z. B. mit Adeps Lanae und Lanolin.
Reaktionen der Gallensäuren. Diese Reaktionen zeigt auchdie einen Bestandteil der Gallensäuren bildende Cholsäure.
a. Versetzt man einige cem der wässerigen Lös. der gallensaurenSalze mit einer Spur Rohrzucker und setzt 1 / 2 Vol. konz. Schwefel-säure so langsam zu, daß sich die Mischung nicht über 60° erwärmt,80 tritt eine immer mehr purpurviolett werdende, schöne, ziemlichbeständige Färbung auf. (Pettenkofersche Gallensäurereaktion.)
b. Dieselbe Reaktion erhält man, unter den Bedingungen wie bei a,beim Mischen von 1 cem einer alkoholischen Lös. der gallensauren Salzemit einem Tropfen Furfurolwasser (Schütteln von 1 Tropfen Furfurolmit etwa 10 cem Wasser) und 1 cem konz. Schwefelsäure.
2. Gallenfarbstoffe. Etwas Galle wird mit 30 cem Chloroformgeschüttelt, wodurch der Gallenfarbstoff Bilirubin in Lösung geht,welcher sich beim Abdampfen der Lös. zuweilen in Kristallenen ab-scheidet; Nachweis desselben nach S. 247,9.
3. Mucin. Etwas Galle wird mit einem großen ÜberschüsseEssigsäure versetzt; der zähe unlösliche Rückstand besteht aus Mucin,welches durch Filtration getrennt wird. Kocht man Mucin mit verd.anorg. Säuren, so bildet sich Zucker, der Kuprisalze in alkalischerLös. reduziert (S. 230a, a).
4. Gallenkonkremente (Gallensteine, Gallengries). Dieselbenwerden fein gepulvert zur Entfernung der Gallenreste mit Wasserausgekocht, der getrocknete Rückstand mit 10—12 T. Äthyläther15 Min. unter öfterem Umschütteln ausgezogen und dann abfiltriert:
a Die Lösungenthält Cholesterin,welches nach demAbdampfen derLös. nach S. 258,1 ageprüft wird.
b) Der Rückstand wird mit Salzsäure über-gossen (Aufbrausen deutet auf Karbonate).
a. Lösung kann ent-halten H 3 PO<, Fe, Ca, Mg,auch Cu. Prüfung nachSchema 7, IV, auf Kupfernach S. 72,2.
ß. Rückstand enthältdie (iallenfarbstoffe; manschüttelt denselben miteinigen cem heißem Chloro-form und prüft die Lösungnach S. 247,!).
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