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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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z. B. C 2 H 5 -0-SO,-OH oder C 6 H 8 -0-S0 8 -OH) werden durch Baryum-salze nicht gefällt (S. 101); zu deren Nachweis versetzt man mit über-schüssiger Baryumchloridlös., filtriert den entstandenen Niederschlagvon Baryumsulfat (aus den vorhandenen Sulfaten entstanden) ab undkocht das klare, mit 1 / g '/ 4 seines Volumens mit konz. Salzsäureversetzte Filtrat mehrere Minuten, wodurch das gebildete Baryumester-salz unter Abscheidung von Baryumsulfat zersetzt wird.

19. Schwefelwasserstoff" wird nach S. 88,3. nachgewiesen oderindem man den Harn erwärmt und über die Dämpfe mit Ammoniakund Bleiacetatlös. befeuchtetes Filtrierpapier hält (S. 88,1.).

Nur frischer Harn ist zu verwenden, da sich in jedem Harn bei längeremStehen H 2 S bilden kann.

20. Milchsäure. Man prüft durch Mischen von Harn mit dem gleichenVolumen Uffelmannschen Reagenz nach 8. 261; meistens gelingt der Nachweisnur in dem Atherauszug des Harns nach S. 261.

21. Harnsäure. 100 ccm Harn werden mit 5 ccm konz. Salzsäureversetzt; nach 24 Stunden befinden sich auf dem Boden des Glasesrotbraun gefärbte Kristalle, welche man nach S. 201,8. prüft.

Nicht immer wird die Harnsäure aus dem Harn durch Salzsäure gefällt;in solchen Fällen wird mit Magnesiasilbermixtur nach 8. 201,9. geprüft.Quantitative Bestimmung der Harnsäure s. 8. 201,10.

22. Harnstoff. 250 ccm Harn werden im Wasserbade bis zumSirup verdampft und mit 100 ccm Alkohol extrahiert; wird das ver-dampfte alkoholische Extrakt mit dem doppelten Volumen, von sal-petriger Säure freier Salpetersäure versetzt, so entsteht ein Nieder-schlag von Harnstoffnitrat (charakt. Kristalle).

Reaktionen und quantit. Bestimmung des Harnstoffs s.S.212.

28. Ammoniak. Man prüft 25 ccm Harn nach S. 56,7.Alkalilauge (S. 49) darf nicht verwendet werden, da sie den vorhan-denen Harnstoff schon in der Kälte spaltet: CO(NH,) 2 -f H,0 = CO, -f 2 NH 8 .Nicht nur faulender, sondern auch frischgelassener Urin enthält stets NH 8 .

24. Stickstoff. I >ic quantit. Uestimmung des Stickstoffs im Harnerfolgt nach Kjeldahl s. S. 169 und S. 214, c.

25. Chloride. Man säuert mit HNO s an und setzt Silbernitrat-lös. zu; auf Zusatz von NH g löst sich dasselbe, zugleich entsteht aberFällung der im Harn enthaltenen Calcium, Magnesium- und Phos-phorsäureionen als unlösliche Phosphate.

Quantitative Bestimmung der Chloride nach Volhard-Arnold.Man mißt 10 ccm Harn mit der Pipette in ein 100 ccm Kölbchen, setzt etwa1 ccm HN0 3 und Ferroammoniumsulfatlös. zu und hierauf tropfenweise Kalium-permanganatlös., bis die Mischling hellgelb ist (Zerstörung org. Chlorverbindungen);nun läßt man V10 Normalsilberlös, zufließen, bis keine Fällung mehr erfolgt,und füllt dann das Kölbchen mit dest. Wasser bis zur Marke, schüttelt tüchtigum und filtriert durch ein trocknes Filter; vom Filtrate mißt man genau 50 ccmab und setzt dann '/io Normalsulfocyanlös. zu, bis Eotfärbung erfolgt; die