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a. Der Niederschlag enthält
primäre Albumoaen (Proto-,
Hctero-, Dysalbumose).
Man wäscht den Niederschlag wieder-holt mit ges. Ammoniumsulfatlös. aus,befreit ihn durch öfteres Pressen zwi-schen Filtrierpapier vom Ammonium-sulfat, löst ihn in Wasser und teiltdie Lös. in 4 Teile:
1. Salpetersäure fällt die Lös.;die Fällung löst sich beim Erhitzenund kommt in der Kälte wieder
2. pjssigsäure und Kaliumferro-cyanidlös. fällt die Lös., die Fällunglöst sich beim Erhitzen und kommtbeim Erkalten wieder (S. 229,io).
3. Kuprisulf atlösung gibt weißeFällung.
4. Die mit Alkalilauge versetzteLös. wird durch Kuprisulfatlös. pur-purrot, dann violettrot.
ß. Das Filtrat enthält sekund.Albumosen (Deuteroalbumose)und Pepton (im Filtrat 6).Man versetzt die Lös. unter Um-schütteln so lange mit festem Ammo-niumsulfat bis nichts mehr gelöst wird,und setzt dann eine Spur verd. Schwefelsäure zu:
y. Der Nieder-schi ag, wie beia. behandelt u.in Wasser ge-löst, gibt dieReaktionen a, 1, 2,8 nicht, hingegendie Reaktion a, 4.MitlIN0 3 versetzt,entsteht au f Zusatzdes gleichen Vol.ges. NaCl-Lös. inder Kälte Fällung.
6. Das Filtratgibt die Reak-tionen a nicht.Mit 2 Vol. Alkali-lauge und einigenTropfen Kupri-sulfatlösung ver-setzt, gibt es pur-purrote Färbung.Mit Jodjod-kaliumlös. (S. 171)versetzt, entstehtgelbe Fällung.
18. Quantitative Bestimmung des Ei weiß es. a. Wägungsmethode.Von der betreffenden Lös. (Harn) bringt man 100 ccm, bei hohem Eiweißgehalt25 ccm der klaren, event. filtrierten Lös. in ein Becherglas, das davon etwa zur Hälftegefüllt sein soll, hängt das Becherglas in ein Wasserbad und erhitzt 20—25Minuten.
Ist die Eiweißlös. nicht deutlich sauer, so setzt man eine Spur Essigsäurebis zur schwachsauren Reaktion zu; wird beim Erhitzen das Eiweiß nicht ingroben Flocken abgeschieden, so setzt man nochmals 2—3 Tropfen Essigsäure zu.
Nachdem sich das Eiweiß abgesetzt hat, gießt man die Flüssigkeit undschließlich das Eiweiß auf ein vorher gewogenes, bei 105° getrocknetes Sammel-filter (S. 147), spült mit kochendem Wasser mit Hilfe des Gummiwischers (S. 147)den Rest der Flocken auf das Filter, wäscht die Fällung mit kochendemWasser aus, bis im Filtrate keine Chloride mehr nachweisbar sind, übergießtdann die Fällung dreimal mit Weingeist, hierauf dreimal mit Äther undtrocknet dann bis zur Gewichtskonstanz (S. 146, g). Beträgt der Eiweißgehaltüber 0,5 Proz., so wird Filter samt Fällung nach S. 148 verascht und dasGewicht der Asche (man verwendet ein aschefreies Filter, S. 148) vomGewichte des Eiweißes abgezogen.
1). Eßbachsche Methode. Dieselbe ist für klinische Zweckegenügend genau. In das Eßbachsche Albuminimeter (Fig. 59), ein käuf-liches, graduiertes Röhrchen, bringt man mit Essigsäure angesäuertenHarn bis zur Marke U, hierauf Eßbachsches Reagenz (S. 172) bis zurMarke R, schließt das Röhrchen mit einem Gummistopfen, mischt durchwiederholtes Umkehren das Röhrchen und läßt dasselbe senkrecht ruhig24 Stunden bei 14—20" (Zimmertemperatur) stehen; das durch das Rea-genz gefällte Eiweiß setzt sich ab, die Höhe desselben wird an derGraduierung abgelesen; die Zahlen der Graduierung geben den Gehaltan Grammen Eiweiß in 1000 ccm Harn an.
Findet man mehr als 4 Proz. Eiweiß, so ist der Versuch mit ent-sprechend verdünntem Harn zu wiederholen. Fig.59.
Das Eßbachsche Reagenz fällt auch normale Harnbestandteile und ist dahernicht zum direkten Nachweis des Eiweißes verwendbar.