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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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10. 5 6 Tropfen Essigsäure und dann 2 3 TropfenKaliumferrocyanidlös. zur Lös. gesetzt, geben sofort, bei Eiweiß-spuren nach einigen Minuten, flockige Fällung.

Bei Albumosen löst sich die Fällung beim Erwärmen, Peptone werdennicht gefällt.

11. Wird festes Ammoniumsulfat mit der Lös. geschüttelt,bis dieselbe nichts mehr löst, so werden alle Eiweißstoffe, außer Pep-tonen und Deuteroalbumosen, gefällt.

Andere Salze der Alkalimetalle fällen in neutraler Lös. bestimmte Gruppenvon Eiweißstoffen; z. 15. werden die Globuline durch Sättigen ihrer Lös. mitNatriumchlorid oder Magnesiumsulfat gefällt, die Albumine nicht. Währendbei allen nachfolgenden Fällungen die Eiweißstoffe chemisch verändert werden,ist dies nicht der Fall durch die Fällung mit den Neutralsalzen der Alkali-metalle und des Ammoniums; diese Fällungen lösen sich wieder auf, wenn manden Salzgehalt durch Wasserzusatz entsprechend erniedrigt.

12. Säuert man mit Essigsäure stark' an, versetzt dannmit dem gleichen Volumen gesättigter Natriumsulfat- oderXatriumchloridlös. und erhitzt zum Kochen, so fallen alle Eiweiß-stoffe, außer den Peptonen, aus; Albumosen fallen erst beim Erkaltender Mischung aus.

13. Man setzt zur zum Kochen erhitzten Lös. Salpeter-säure bis zur starksauren Reaktion; entstellt hierauf Fällung oderlöst sieh eine schon beim Erhitzen entstandene Fällung nicht auf, soist Eliweiß vorhanden.

Primäre Albumosen fallen erst beim Erkalten der Mischung aus, Murine,sekundäre Albumosen und Peptone werden nicht gefällt.

Salzsäure, Schwefelsäure, Metaphosphorsäure (s. unten 14), Essigsäurefällen wie Salpetersäure, aber die Fällungen sind leicht in der überschüssigenSäure löslich, während Salpetersäure nur in sehr starker Konzentration löst.Murine, Glyko- und Nukleoproteide sind in überschüssiger Essigsäure unlöslich.

14. Säuert man die Lös. mit einigen Tropfen Salzsäure an und\ ersetzt tropfenweise mit einer kalt bereiteten, frischen Lös. vonNatriummetaphosphat, so fallen alle Eiweißstoffe außer den Peptonen.

15. Viele Lös. der Salze der Schwermetalle, z. B. Kupri-, Merkuri-,Bleisalze fällen die entsprechenden Metalleiweißverbindungen, ausgenommen derPeptone (Eiweiß als Gegengift bei Metallsalzvergiftungen).

16. Pikrinsäure oder Gerbsäure fällen schwach essigsaure Lös., Phos-phorwolframsäure oder K aliummerkurijodid fällen schwach salzsaureLösungen (s. S. 227,2 f.).

17. Nachweis der verschiedenen Eiweißstoffe nebeneinanderz. B. in Harn oder in pathologischen Flüssigkeiten!.

a: Nachweis der Mucine, Nukleo- (Paranukleo-) und Glyko-proteide. Man versetzt etwa 100 ccm der Lös. (in der Eiweiß nach vor-stehenden Keaktionen nachgewiesen wurde) mit Essigsäure bis zur stark saurenBeaktion, filtriert die entstandene Fällung ab, und wäscht sie mehrmals