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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Apotheken, oder von frischem Eiereiweiß in 810 T. Wasser; zurAnstellung der Reaktionen mit festem Eiweiß können auch die nach112 erhaltenen feuchten Fällungen dienen.

3. Der Nachweis der Elementarbestandteile erfolgt mitkleinen Mengen der j>-ut getrockneten und feingepulverten Substanznach S. 168170.

4. Xanthoproteinreaktion. M it Salpetersäure aufgekocht,wird Eiweiß oder dessen Lös. gelb gefärbt und ebenso die HNO.,(Bildung aromat. Nitroverb.); nach dem Erkalten mit Alkalilauge oderAmmoniak übersättigt, entstellt orange Färbung.

5. Millonsche Reaktion. Millons Reagenz(S. 50) zu 34 ccmEiweißlös. gesetzt, gibt weiße Fällung, die beim Kochen rot bis violettwird; festes Eiweiß erhitzt man mit 23 ccm Wasser und etwa 1 ccmMillons Reagenz (Bildung von hydroxylierten aromatischen Verb.,S. 181). Nur Antipepton gibt die Reaktion nicht oder sehr schwach.

6. Biuretreaktion. Werden gleiche Vol. Alkalilauge und

Eiweißlös. oder etwas festes Eiweiß mit einigen ccm Alkalilauge ge-schüttelt und dann einige Tropfen verd. Kuprisulfatlös. zugesetzt, soentsteht (schon in der Kälte oder nach vorherigem Aufkochen) violett-blaue, nach mehr Kuprisulfatzusatz blaue Färbung.

7. Adamkiewiczsche Reaktion. Einige ccm wasserfreieEssigsäure (Eisessig) werden mit etwas Eiweiß erwärmt oder mit1 ccm Eiweißlös. gemischt und zur erkalteten Mischung langsam 0,5 Vol.konz. Schwefelsäure so zugesetzt, daß sieh dieselbe unter der Essig-säure befindet; an der Berührungszone bildet sieh eine violette bispurpurne Färbung.

(Es entstehen aus dem Eiweiß einerseits Furfurol, andererseits aroni. Verb.,welche miteinander die Reaktion geben. Mit Peptonen wird die Färbung nurbraunrot).

8. Einige Tropfen Bleiacetatlös. zu einigen ccm Alkalilauge

gesetzt und diese mit Eiweiß oder dessen Lös. gekocht, geben Braun-bis Schwarzfärbung von PbS, entstanden aus dem durch Alkalilaugeaus dem Eiweiß abgespaltenen H 2 S.

9. .Man erhitzt 68 ccm der Lös. zum Kochen, fügt nun23 Tropfen verd. Essigsäure zu und schüttelt; entstellt eine Trübungoder löst sich eine schon beim Kochen entstandene Trübung nicht auf,so deutet dies auf Eiweiß. (Quantitative Bestimmung von Eiweiß, s.S. 231.)

Wird die durch Kochen getrübte Lös. auf Essigsilurezusatz wieder klar,so rührt die Trübung (z. I». in Harn) von Calciumphosphaten her. Albomosen undPeptone werden nicht gefällt. Ein selbst geringer Überschuß von Essigsäurelöst das Eiweiß wieder auf, weshalb diese Probe zum Eiweißnachweis bei nega-tivem Resultat nicht ausschlaggebend ist. Löst sich die Fällung nicht in über-schüssiger Essigsäure, so sind Mucine, Nukleo- oder Glykoproteide vorhanden.