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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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selbe kann jedoch nur dann erfolgreiche Resultate geben wenn esstreng in seiner ganzen Reihenfolge ausgeführt wird; sagt man sichvon der Reihenfolge, in der Hoffnung rascher zum Endziele zu ge-langen, los, so wird das Analysieren ein nutz- und zweckloses Herum-raten, und günstige Resultate sind ein reines Spiel des Zufalls.

2. Sind im Verlaufe des systematischen Ganges ein odermehrere Glieder der Gruppen durch die in den Tabellen an-geführten Reagenzien nachgewiesen und getrennt, so ist mitjedem der einzelnen gefundenen Stoffe eine Reihe bestätigender Ver-suche nach Abteil. III, A u. B vorzunehmen, um die erhaltenenResultate zu bestätigen und jeden Irrtum auszuschließen.

Eine durch eine Gruppenreagenz eintretende Fällung ist nur be-weisend, wenn man sich überzeugt hat, daß die Flüssigkeit durch dasvorhergehende Gruppenreagenz nicht mehr gefällt wurde.

3. Die Tabellen für den systematischen Gang sind nichtdazu bestimmt, ohne Nachdenken, rein mechanisch, eine Analyse aus-führen zu können; bei Benutzung derselben muß man jederzeit wissen,zu welchem Zwecke man die gerade ausführende Operation unternimmt.

4. Niemals soll das ganze zu untersuchende Materialauf einmal verarbeitet werden, da manche Reagenzien die Sub-stanzen derart verändern, daß erst am Schlüsse der Analyse durchbesondere Versuche festgestellt werden kann, in welcher Form derbetreffende Stoff in der ursprünglichen Substanz vorhanden ist, z. B.ist, wenn Eisen gefunden wurde, schließlich noch festzustellen, ob esals Ferro- oder Ferriverbindunir oder in beiden Formen vorhanden war.

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5. Um Irrtümer zu vermeiden und um nichts zu vergessen,notiere man alle beim Gang der Analyse gefundenen Resultate sofort;ferner sind, wenn man gleichzeitig mehrere Niederschläge und Flüssig-keiten in Arbeit hat, die betreffenden Gefäße durch Aufschriftengenau zu bezeichnen oder auf mit den Aufschriften versehene Papierezu stellen.

6. Die Feststellung, welche Anionen und Kaiionen (fallsmehrere derselben gefunden wurden) in der festen Untersuchungs-substanz aneinander gebunden sind, ist häutig mit Schwierigkeitenverbunden.

In vielen Fällen kann man auch aus dem Verhalten der festenSubstanz gegen die gebräuchlichen Lösungsmittel Wasser, Salz-Salpetersäure und Königswasser einen Schlui5 auf die Zusammen-gehörigkeit der gefundenen Ionen ziehen, wenn man die einzelnen,nach Schema :'» erhaltenen Lösungen gesondert untersucht.

/. B. hätte man in einer Lösung in HCl gefunden, daß die untersuchteSubatanz die Kationen Hg", Pb", Mn" enthält, anderseits nber keine Anionen,mi müssen die betr. Ionen in der festen Substanz als Oxyde vorhanden sein;