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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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III. Qualitative Untersuchung flüssiger Substanzen.

1. Man prüft die Flüssigkeit auf ihre Reaktion.

a. Ist die Flüssigkeit neutral (S. 7), so sind in der Regelnur Salze der Alkali- und Erdkalimetalle gelöst, da die Lösungen fastaller anderen Metallsalze (auch der sogen, neutralen) sauer reagieren.Siehe auch Schema 3, II. 1. a.

b. Ist die Flüssigkeit alkalisch (S. 7), so ist die Anwesen-heit aller in alkalischen Flüssigkeiten unlöslichen Metallverbindungenausgeschlossen (vorausgesetzt, daß nicht gewisse organische Verbindungenvorhanden sind, welche die Löslichkeit der betreffenden Metallver-bindungen bewirken können, s. S. 62).

c. Ist die Flüssigkeit sauer (S. 6), so können außer densauer reagierenden neutralen und sauren Salzen auch freie anorg. undorg. Säuren vorhanden sein (Nachweis freier Säuren neben sauerreagierenden Salzen, s. toxikologische Analyse.

2. Man verdampft einen Teil der Flüssigkeit auf demWasserbade (S. 16) in einem Porzellanschälchen und stellt mit einemetwa bleibenden Rückstände die Vorprüfungen nach Schema 1 u. 2 an.

Bleibt beim Abdampfen kein Rückstand, so können nur flüchtigeSäuren, gelöste Gase, H 2 0 2 usw. (abgesehen von flüchtigen organ.Verbindungen) vorhanden sein, auf die man die Lösung (bei An-wesenheit nichtflüchtiger Substanzen das Destillat derselben) nach demsystematischen Gange untersucht; Ammoniak wird schon durch denGeruch erkannt.

3. Man untersucht hierauf die Lösung auf Kationen,bzw. nach dem systematischen Gange nach Schema 5 usw.,auf Anionen nach Schema 11 usw., unter Berücksichtigung von beimAnsäuern entstehenden Fällungen, die nach Schema ö, I. bezw.Schema 11 untersucht werden.

IV. Qualitative Untersuchung gasförmiger Substanzen.

Dieselbe ist einfach, wenn es sich um einzelne Gase und nicht umMischungen verschiedener Gase handelt, indem man daran ob einGas farblos oder gefärbt, geruchlos oder riechend, brennbar odernicht brennbar ist, mit leuchtender oder nichtleuchtender Flammebrennt, ferner an den Reaktionen usw. nach Schema 2, leicht dieNatur des Gases feststellen kann.

Handelt es sich dagegen um den Nachweis verschiedener Gasenebeneinander, so muß dies in den meisten Fällen mit Hilfe derquantitativen Analyse geschehen.

V. Beim systematischen Gang der ehem. Analyse zu beachtende Regeln.

1. Das systematische Verfahren zur Auffindung undTrennung der Stoffe ist nachfolgend in Tabellen aufgeführt; <\n*-