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Die nachstehend erwähnten Füllungen treten mit verdünnten Lösungenerst nach einiger Zeit ein; Beiben der inneren Gefäßwände mit einem Glasstabeoder starkes Umschütteln beschleunigt die Fällung.
1.
I. Kaliumverbindungen.
Natriumhydrotartrat (bezw. auch Weinsäure, s. S. 42), derkalten, alkalischen, sauren oder neutralen Lösung im Überschüsse(etwa das dreifache Volumen) zugesetzt, erzeugt einen weißen, kristal-linischen Niederschlag von Kaliumhydrotartrat (Weinstein), C 4 H 5 K0 6 ;z. B. C 4 H B NaO ß + KCl = C 4 H B KO 0 -+- NaCl - C 4 H 6 O e + KN0 8 =C 4 H 5 KO 0 + HN0 8 .
Die Mischung muß sauer reagieren. Bei Anwendung von Weinsäure sindsaure Lösungen mit Natriumacetat zu versetzen, bis die Flüssigkeit nach Essig-säure riecht, da anorganische Säuren das Kaliumhydrotartrat lösen.
2. Platinchlorwasserstoff säure (Platinchlorid des Handels, Xs. S. 51) erzeugt in den neutralen oder sauren Lösungen einen gelben, ™' ; .'jfi?*--kristallinischen, in Alkohol unlö slichen Niederschlag von platinchlor- : Au'MxU&nfi'wasserstoffsaurem Kaliuni (Kaliumchloroplatinat), K 2 PtCl e , der unter
dem Mikroskope betrachtet aus charakteristischen regulären Oktaedernbesteht. H 2 PtCl fl + 2 KCl = K 2 PtCl 6 + 2 HCl. Xj« t ^f^'VÜt^ä^u^^Alkalische Lösungen sind mit HCl anzusäuern.
3. Natriumkobaltihexanitrit, Na 8 Co(N0 2 \ 5 (s. S. 51), gibt-2*/&»&/»»*in der essigsauren Lösung gelbe, kristallinische Fällung von Kalium- ^r*^*kobaltihexanitrit, K 8 Co(NO 2 ) 0 . J3*-xyJ
Saure Lösungen sind mit genügend Natriumacetatlösung, alkalische mit '^^'i
überschüssiger Essigsäure zu versetzen.
4. Pikrinsäurelösung (gesättigte) fällt aus der neutralen oderschwachsauren oder alkalischen Lösung gelbes, kristallinisches Kalium-pikrat; z.B. C a H s (N0 8 ) 8 (OH) + KCl = C 6 H 8 (N0 2 ) 8 (OK)- r -HCl.
5. Kaliumverbindungen färben die Flamme blauviolett,bei Gegenwart von Natriumsalzen (siehe diese) ist diese Färbung nurdurch ein Kobaltglas wahrnehmbar und erscheint dann karmoisinrot.
6. Die Reaktionen 1—4 geben auch die Ammoniumverbindungen,weshalb solche, wenn vorhanden, durch vorhergehendes gelindes Er-hitzen zu entfernen sind. £cü t rf, AfA^/iuÄ^ »vjj^u^,. ly^f-M^Mfj^^ w
II. Natriumverbindungen.
1. Dikaliumhydropyroantimonat (frisch gelöst, s. Seite 47)fällt aus konzentrierter neutraler oder schwach alkalischer Lösungweißes Dinatriumhydropyroantimonat; z. B. K.,Il.,Sb.,() 7 -+- 2 NaCl =
Na„H 2 Sb a 0 7 + 2 KCl.
In saurer Lösung kann Fällung von weißer Pyroantimonsäure erfolgen;diese läßt sich infolge ihrer feinen Verteilung leicht beim Übergießen mitWasser fortspülen, während das körnig kristallinische Na,H 4 Sb 4 0, sich imReagenzglase zu Boden setzt.