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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Dritte Abteilung.Qualitative Analyse anorganischer Stoffe.

A. Reaktionen der häufiger vorkommenden Metalle

(Kationenbildner) in ihren gelösten Verbindungen.

Die Reaktionen werden stets, wenn nicht anders angegeben, mit dernicht zu verdünnten kalten Lösung eines Salzes des betreffenden Metalls an-geführt. Wo es möglich ist, sollen die Versuche mit einem in Wasser löslichenSalze (in 3050 T. Wasser gelöst) ausgeführt werden, im andern Falle ist derunlösliche Stoff durch nacheinander folgende Behandlung mit Salz-, Salpeter-säure, Königswasser, oder durch Aufschließen nach Schema 3, zu lösen.

Die Reagenzien kommen, wenn nicht anders angegeben, ebenfallsstets in Lösungen zur Verwendung, welche nach den Angaben in Abt. II her-gestellt werden. Man verwendet von denselben im allgemeinen je 2 ccm, dieman zu 23 ccm der zu prüfenden Lösung zugießt.

Die Kationenbildner werden im nachstehenden nach ihrem Verhalten zuden allgemeinen Reagenzien Ammoniumkarbonat, Ammoniiimsullid und Schwefel-wasserstoff in folgenden sechs Gruppen besprochen:

Erste Gruppe: Metalle, deren Ionen weder durch Ammoniumkarbonat,noch durch Schwefelammonium, noch durch Schwefelwasserstoff gefällt werden.

Zweite Gruppe: Metalle, deren Ionen durch Ammoniumkarbonat, nichtaber durch Schwefelammonium oder Schwefelwasserstoff gefällt werden.

Dritte Gruppe: Metalle, deren Ionen durch Schwefelammonium (ebensowie durch Alkali- oder Ammoniumhydroxyd) als Hydroxyde gefällt werden.

Vierte Gruppe: Metalle, deren Ionen durch Schwefelammonium alsSulfide gefällt werden, nicht aber durch Schwefelwasserstoff bei Gegenwart vonMineralsäuren.

Fünfte Gruppe: Metalle, deren Ionen durch Schwefelwasserstoff auchbei Gegenwart von Mineralsäuren als Sulfide gefällt werden, deren Sulfide aberin Schwefelammonium unlöslich sind.

Sechste Gruppe: Metalle, deren Ionen durch Schwefelwasserstoff auchbei Gegenwart von Mineralsäuren als Sulfide gefällt werden, deren Sulfide aberin Schwefelammonium löslich sind.

Erste Gruppe.

Verbindungen des Kaliums, Natriums,Ammoniums, Lithiums.

Die Hydroxyde, Sulfide, Halogenide, Karbonate, Phosphateund die meisten anderen Salze sind in Wasser löslich. Infolgedieser Löslichkeit bleibt diese Gruppe der Alkalimet a 1 1 Verbin-dungen bei dem systematischen Gange der Analyse ungefällt.

I >i e Lösungen der Hydroxyde, Sulfide und Karbonate bläuenrotes Lackmus- und bräunen gelbes Kurkumapapier (S. 8).