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Erg.-Bd. (1884)
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1237
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Volumetrie». Statlmietometriea.

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Richter empfiehlt das Kaliumdichromat als Titersubstanz für die Aetzalkalienund Amnion, wobei Monoehromate resultiren (Zeitschr. f. anal. Cliem. XXI,

S. 204208).

Methyl orange, Helianthin, Trop'äolin D., Porrier's Orange 1fr. 3 wurde alsIndicator in der Alkalimetric von G. Lunge (Rep. d. anal. Ch. 1882, S. 29)empfohlen. Dasselbe ist ein Sulfobenzazodimcthylamin und von Lunge mit demkürzeren Namen: Methylorange belegt. Dieses Pigment ist in alkalischerLösung gelb, in saurer Lösung roth, nur gegen C0 2 und H 2 S, auch gegenEssigsäure verhält es sich indifferent, daher bei Titration der Roh-Soda passendverwendbar. Man wendet es in verdünnter wässriger Lösung und bei gewöhn-licher Temperatur an, denn in der Wärme ist die Reaction undeutlich. Be-zugsquelle: Firma T. Schuchardt in Görlitz.

Nitrophenylsitnre (Ortho-Nitrophenol, C 6 H 4 N0 2 . OH), dargestellt durch Macera-tion des Phenols mit 30-proc. Salpetersäure, giebt mit 10000 Th. Wasser einefarblose Lösung, welche auf Zusatz einer Spur Alkali eine gelbe Farbo annimmt.Langbeck empfiehlt sie daher als Indicator bei Prüfung farbloser oder doch nurschwachfarbiger Flüssigkeiten. (Chem. Ztg. 1881, S. 289.) Um die temporäreHärte eines Brunnenwassers zu prüfen, löst man 1 Th. Nitrophenylsäure in 5000Th. Wasser und stellt andererseits Hundertstelnormallösungen von Kali und Es-sigsäure her. In zwei Gläser giesst man je 100 cem destillirtes und in ein drittes100 cem des zu untersuchenden Wassers und setzt jedem 5ccm der Nitrophenyl-säurelösung hinzu. Das destillirte Wasser bleibt fast farblos, während Brunnen-wasser eine schwächere oder stärkere gelbe Farbe je nach der Härte annimmt. Nunlässt man die Kalilösung zu einer Probe von destill. Wasser tropfen, bis dieFarbe dieselbe Nuance zeigt, wie die des Brunnenwassers. Jedes verbrauchtecem ist gleich 0,00028 g Calciumoxyd. Zur Controlirung des Resultates fügt mannun dem gefärbten Brunnenwasser von der Essigsäurelösung hinzu. Ist die Ti-trirung des destillirten Wassers genau ausgeführt, so wird das Brunnenwassernahezu farblos sein, wenn ebensoviel cem Säurelösung zugesetzt sind, als beimdest. Wasser Kalilösung nöthig war, um dieselbe Farbennüance zu erreichen.

Phenacctolin, ein noch wenig versuchter Indicator, dargestellt durch Erhitzeneines Gemisches gleicher Mol. Phenol, Essigsäureanhydrid und conc. Schwefel-saure in einem Kolben mit Rückflusskühler und schliessliches Eindampfen zurTrockne, wobei das Pigment als braune Substanz zurückbleibt. Es löst sich inAetzalkalien mit blassgelbor Farbe und geht mit Carbonaten, besonders den Car-bonaten der Erden sattrothe Verbindungen ein. Näheres in Zeitschr. d. Ver. f.Rüb.-Z.-Iud. 1881, S. 357 u. ff., im Auszuge: chem. Centralbl. 1881, S. 411.Dieses von DEGENER als Indicator empfohlene Pigment löst sich in Weingeistmit grüner Farbe. Versetzt man ein Gemisch von Baryumhydroxyd mit Baryum-carbonat mit einigen Tropfen der Phenacetolinlösung und fügt allmählich ver-dünnte Säure zu, so wird die Farbe immer intensiver roth, bis das Aetzbarytgesättigt ist und die Säure das Baryumcarbonat anzugreifen beginnt. Ein weitererZusatz der Säure, bringt dann die Farbe momentan zum Verschwinden. Wirdkäufliche kaustische Soda nach dieser Methode titrirt, so werden zu der Lösungderselben, welche stets neben Natriumhydroxyd etwas Natriumcarbonat enthält,einige Tropfen Phenacetolinlösung bis zur kaum merklichen Gelbfärbung zuge-setzt. Wenn man nun Normalsäure zufliesseu lässt, so schlägt die Farbe, sobaldalles Aetznatron gesättigt ist, deutlich in schwach Rosa um. Die nächsten Säure-Tropfen machen das Roth stärker. Das an der Einlaufsstelle eintretende Gelb-werden lässt man unberücksichtigt, so lange die Flüssigkeit beim Schütteln sofortrosa und dann wieder fast farblos wird. Wenn sie dauernd schwach rosa bleibt,