Strychnos. — Styli mcdieinales. — Styrax.
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Nervcnkapseln, F. G. Lafosse's (Paris), sollen gegen Epilepsie wirken. Essmd hlnsse und dunkle in den Handel gebracht worden und sollen abwechselnd eineblassfarbige und eine dunkelfarbige genommen werden. Die ersteren enthalten mitSabinaöl versetzten Leberthran, die dunkelen Strychnosextract und Kampher in Leber-tran gelöst oder vertheilt. (100 Stück 20 Mk.) (IL Ferrein, Analyt.)
Wurmmittel für Pferde ist gepulverter Strychnossamen (pro dosi 2,0—4,0—8,0je_ nach der Grösse des Pferdes). Die Dosis wurde mit sauer gewordenem Bier ge-mischt und täglich einmal eingegossen. Da der Wurm sich durch Eiterbeulen kundSiebt und dem ltotze nahe verwandt ist, so ist die Anwendung dieses Mittels nutzlos.
Styli medicinales.
Styli uiediciiiales, Crayons nicdicamentcax, Salbcnstifte, Stifte sind eine Formfür Arzneisubstanzen, welche man vordem in Form von Salben anzuwendenPflegte. LEGBAS empfahl diese Stifte und gab auch mehrere Vorschriften dazu( R ep. de Pharm. 1880, S. 196). Man giesst die halbflüssige Fettmasse in Glas-röhre von 6mm Weite im Lichten, stösst mittelst Pistons den erstarrten Stiftheraus und hüllt ihn in Zinnfolie. Die Anwendung ist eine bequeme bei Leidender Augen, des Gesichtes, der Ohren etc.
Wenn Glycerin in die Mischung eingehen soll, so giebt man die fertig ge-wehte flüssige Masse in einen Reagircylinder und vervollständigt die Mischungdurch heftiges Schütteln, um sie dann halb erkaltet in das Glasrohr einzugiessen.Auf diese Weise ist das Glycerin der Fettmasse unterzumischen, besser wäre es,"'ycerin und ähnliche Substanzen aus der Mischung fortzulassen.
IV
St.
(1) Styli Jodoformii desinfectivi.
Jodoformii
Glycerinae ana 10,0
Olei Cacao 30,0
Olei Menthae piperitae guttas 10.
Piant styli.
(2) Styli ophthalmici camphorati.
Hydrargyri oxydati rubriCamphorae
Plumbi acetici ana 1,5Vaselinae 10,0Olei Cacao 20,0.■ Fiant styli.
(3)
iv
Styli Ophthalmie! cum Hydrargyrooxydato.
Hydrargyri oxydati rubri 2,5Glycerinae 5,0Olei Cacao 20,0.M. fiant styli.
(4) Styli ophthalmici cum Zinco etIlydrargyro oxydato.
\y Hydrargyri oxydati rubri via humidaparati
Zinci oxydati ana 3,0
Glycerinae 5,0
Olei Cacao 30,0.Misce etc.
Styrax.
Styrax liqaidllS. Die Handelswaare sollte stets gereinigt weiden, indem man^ e erwärmt und durch Gaze giesst. Eine gereinigte Waare liefert die chemischeFabrik zu Helfenberg bei Dresden.
Styrax liqnidlis depuratus. Zur Darstellung wurde bisher Weingeist verwendetHandb. II, s. 1031). Da Weingeist nur einen Theil des Storax löst, und 25, ! s 30 Proc. ungelöst lässt, dagegen Benzol (Steinkohlenbenzin) bis zu 90 Proc.'ost und nur die rohen Verunreinigungen zurücklässt, so empfiehlt sich zur Dar-stellung die Verwendung des Benzols, wodurch ein klarer hellbrauner, in Pe-tr plbenzin unlöslicher, in Chloroform und Aethcr klar löslicher Storax erlangtWlr d (Biji L> Ph. Ztg. 1880, Nr. 61). Als Prüfungsmittel auf Identität des gerei-ften Storax dient Petrolbenzin, welches höchstens nur Spuren lösen darf.T Die Reinigungsmethode, wie sie im Handb. II, S. 1081 angegeben, ist nach^epage dahin abzuändern, dass man 2 Th. Styrax liquidus mit verdünntem Wein-