Rosa. — Ol. Linaloes. — Rosniarinus.
1049
jn Brasilien, Guiana einheimische Laurinee (Dicypellie). Das Holz ist das Rosen-n olz, bois de rose, von Kunsttischlern sehr geschätzt. Die Rinde kommt auchals Cassia caryophyllata in den Handel und wird im Vaterlande des Baumesa « Zimmt gebraucht. Das Holz liefert durch Destillation:
Oleum Linaloes, Oleum Licariae, Liniiloüöl, Licaria-Esscnz, ein gelbliches dünn-flüssiges, über Chlorcalcium rectifieirtes Oel mit Rosengeruch, modificirt durchWtronengeruch oder durch den Geruch des Rosengeranium. Der Geschmack istgehend aromatisch und stark bitter. Spec. Gew. 0,865 — 0,875. Siedepunkt198—200° C. Das Oel dreht den polarisirten Lichtstrahl nach Links, ist in°°-vol.-proc. Weingeist, Aether, Chloroform etc. auch etwas in Glycerin löslich.°n Säure ist es frei. Auf Papier erzeugt es einen fettähnlichen Fleck, welcherabei ' in der Wärme des Wasserbades bis auf einen schwachen Rand verschwindet... Dass dieses Oel von Elaphrium graveolens stamme, ist nicht wahrschein-Cu - Der Namen Linaloes ist wohl nur eine Corrumpirung von Lignum'°es (von Aquilaria Agallochum Roxb.)., tu der Schwefelsäure-Weingeist-Probe rindet beim Mischen von 6 Tropfenes Oeles mit 30 Tropfen conc. Schwefelsäure starke Erhitzung und Dampfbildunga .tt- Die Mischung ist dunkelorangegelb. Nach Zusatz von 8—lOccm Wein-Seist entstellt unter Schütteln eine röthlichweisse oder röthlich milchweissels chung, welche beim Aufkochen nur an dem milchigen Aussehen einige Ein-llSs c erleidet, also stark trübe bleibt.
Werden 6 Tropfen Oel mit 3ccm Aether (0,728 spec. Gew.) gemischt, so
. °'gt klare farblose Lösung. Auf Zutröpfeln von circa 1 cem conc. Schwefel-
a ure erfolgt Aufkochen und nach dem Schütteln scheidet sich eine farblose
ar e Aetherschicht und eine gelbliche bis gelbe Siiurcschieht ab, welche circa
n doppelt so grosses Volumen einnimmt als die zugesetzte Schwefelsäure.
Linaloe-Oel wird als Parfüm benutzt.
«arh Millco so11 ein flaches Lederbeutelchen sein, welches 2,5g eines ans Ammog'"°nat, Carbolsäure und Rosenöl zusammengesetzten Pulvers einschliesst. Ui
Ammonlum-
__engeaetzten Pulvers einscniiesst. Um den
kri* t ° 'Engend soll dieses Malco ein Präservativ gegen alle ansteckenden Krank-xen sein.
Rosniarinus.
, Rosmarinblätter und Rosmarinöl werden in bedeutender Menge auf den Dal-? ati nischen Inseln Lesina, Lissa und Maslinica eingeerntet und dargestellt. Diej.'! Uil Reginae Hungariae wurde schon zu den Zeiten der Ungarischen Königin
18 abeth (f 1380) auf der Insel Lesina bereitet und von dort in den Handel»macht (Ztschr. d. Oest. Ap.-Ver. 1878 S. 530).
f| . D m Oelgehalt des Krautes ist je nach dem Standorte verschieden und geben*,! 8ehe 8 Kraut 0,15—0,3 Proc. Oel aus. Dieses soll mit 85-proc. Weingeist in. r\ Verhältnissen mischbar sein. 1 Vol. des Italienischen Oels mit i vol.>lute m Weingeist gemischt fordert 4-5 Vol. Weingeist von^ 0,889 ^pee.
' W -> Französisches aber nur 2,5-2,8 Vol. Weingeist von 0» 88! > Bp !£ ™->ll Milchig trübe ausgeschieden zu werden (vergl. S. 796). ft *J» ^JS. Polarisirten Lichtes nach links und soll (nach BRESTSaus <ir 61 ver-
hle deneu Oelen bestehen, siedend bei 150-180», 180-210» ; n d21 0 -260«,C au * 80 Proc. lävogyrem Kohlenwasserstoff, C 16 H 10 , 2) 4-5 PicBoineo-, x am Pher oder Borneol C H 0 und 3) 6-8 Proc Lauruskamphei, C 10 H 16 O.oaer Uorneol, ^loUisU, una J»J " Qn o H ftlfte S. 132. 133/1
Remed. 1880 S. 23, Arch.