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Ricinus. 01. Aleuritis.
über und dieses wirkt schon in Gaben zu 10 g stark drastisch. Das nur in segeringer Menge vertretene Harz frei von Oel abzusondern, wollte nicht geling e ,'
Dass Ricinusöl äusserlich angewendet, in den Unterleib eingerieben, dann n>Leinen bedeckt Leibesöffnung bewirkt, haben Niciioll und Hilliard (Br* sMed. Journ.) bestätigt gefunden. Uebrigens hat der alte berühmte Arzt HE(Berlin) schon vor 50 Jahren Ricinusöl zur Beförderung der Leibesöffnung m (Unterleib einreiben lassen (vergl. auch Handb. I, S. 934 Linimentum ColocyntniHeim). In neuerer Zeit findet man die Angabe, dass Ricinus ein Haarwucmittel sei, was ebenfalls eine alte bekannte Sache ist (vergl. Handb. II, "• 'Ol. Crinale album). T
Ricinusöl bequem einzunehmen. Hierzu hat man verschiedeneSchriften gegeben, z. B. man soll 1,5 g Weinsäure in circa 100 g Wasser . 14—5 g Zucker und circa 30g Orangenschalensyrup hinzusetzen. Darauf S .man die Dosis Oel und rührt 2 g Natriumbicarbonat darunter, um sofort dieschäumende Flüssigkeit zu trinken. Diese umständliche Procedur dürfte scnlieh vorgenommen werden. Einfach und bequem ist es, in 1 / 2 Tasse w alKaffee oder Thee einen Löffel des Ricinusöles zu giessen, umzurühren untrinken. Wesentlich ist es, das dickfliessende Oel dünnflüssig zu machen,ja die Wärme des Kaffees bewirkt. .. p.
Das Ricinusöl wird in Nord-Amerika an einigen Orten zur Leuchtgascation verwendet. ,jjj,
Ricinusöl in elastische Gelatinecapseln gefüllt ä 15,0g, Preis 0,2 . p1000 Stück 60 Mk. Das Stück gefüllt ä 10,0 g, 1000 Stück 45 Mk., liefe gg.sehr guter Qualität die Firma Koims & Co. (Gerves), Altona, Bürgerst?-
Kei' zP "Aleurites triloba Förster, Aleurites Molluccana Willdenow, °- ^
nussbaum, Firnissbaum der Sandwichinseln, eine auch auf den Mollukken, ^
Sunda- und Gesellschaftsinseln einheimische Euphorbiacee. Dieser Baum wi
den Antillen und Reunion eultivirt. .
Ölenm Aleuritis triloba e, Ketunol, Bankuliil, Kencnnussöl, das ^Auspressen gesammelte Oel aus dem Samen, welcher circa 60 Proc. e ^Es ist klar, gelb und von mildem Nuss-Geschmaeke, wie Leinöl austrockenist daher auch wie Leinöl als Firniss verwendbar. . ujiclie 0
Das Bankulöl wirkt dem Ricinusöl ähnlich. Zur Erzeugung eines reic ^starken Stuhlganges genügt eine Dosis von 15 g. Bei Verstopfung nn ft0(J j,zeitigen Schmerzen im Unterleibo wendet man neben einer innerlichen D° , g jjeine Einreibung mit diesem Oele in Form eines ammoniakalischen Lini ^ ^9)
den Unterleib an. Nach E. Heckel's Angaben (pharm. Centralh. 187 6 J, j^ls,
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ist die Wirkung des Bankulöles keine andere wie die des Olivenöls und _ f rß
und müsse man zur Erzeugung eines copiösen Stuhlganges die Dosis bis
bis 60 g erhöhen.
pure
lifall
Nach den Notizen in Rosenthal'b Synopsis bewirken die Samen ;„
und Koliken, geröstet seien sie wohlschmeckend und nicht nachtheihg > . $#grosser Menge genossen berauschend und aphrodisisch. Der Pressrück s ^^^chOelkuchen, enthält nach Heokel die purgirend wirkende Substanz, ^.^.„„gdürfte das mittelst Aethers extrahirte Oel auch die kräftigere eröffne JL^en $ e 'äussern. Die Samen mittelst Dochtes aneinander gereiht werden als d- se hrbraucht (daher der Name Kerzennussbaum), jedoch soll die Flamme e ^ nJje iiBiel>unangenehmen Geruch verbreiten. Auch andere Umstände lassen(vergl. 1. c), dass das Oel Schwefel enthält (Hauer).