1040
Bheum. — Tinct. Rhei. — Rheump.ipier.
Analyse 1878
MoscowitRh.
Chines.Rh.
Rheumpalmatum
Engl.Rh.
1860
1877
1873
1866
Freie Chrysophansäure, in
Petroläther löslich.
fehlt
Spur
Spur
Spur
Chrysophan u. Gerbstoff
17,13
14,17
8,22
4,83
Emodin, Erythroretin,
Phäoretin etc. .
1,13 1
1,18
Schwarzbraunes Harz,
f
1,15
5,89
kryst. lösl. in Alkoh.
1
u. Aether ....
1,00 )
2,59 [
Weisses Harz, kryst.,
unlöslich in Alkohol,
löslich in Aether . .
0,15
0,70
0,49
2,32
Fett .......
0,05
0,15
0,32
0,17
Albuminöse Substanz
4,37
4,39
4,33
3,17
Paracellulose, Vasculose
Pectose, Lignin etc. .
18,81
10,90
8,68
16,10
Sibirisch.
Rh.
1,01
7,84
6,29
2,75Sp" r3,92
10,72-
liest:« 1 '
i-
Die Chrysophansäure scheint der hauptsächlich wirksametheil der Rhabarberwurzel zu sein (v. Schroff).
Prüfung. Den auf S. 802 und 803, Handb. II, angegebenen Methode» *Prüfung kann noch die Bestimmung der Asche und des Chrysop iSäuregehaltes hinzugefügt werden. Die Asche sollte nicht unter 8 1 >10C ' ^
,'soi»^
der Chrysophansäuregehalt nicht unter 3 Proc. herabgehen. Zur Bestn
et** ,st '
der Chrysophansäure wird die grob zerstossene Wurzel (10g) mit a^so
Weingeist (circa 100 ccm), welcher mit 4 Proc. conc. Aetznatronlauge verset:
in der Wärme extrahirt, der Auszug bis auf '/ 4 Vol. abgedampft, mit ßssig ^
sauer gemacht und nun eingetrocknet. Der zerriebene Rückstand ffll< ^\i
kaltem Benzol extrahirt. Der Benzolauszug hinterlässt eingetrocknet die 1,H ( J( ^.
Spuren Harz verunreinigte Chrysophansäure (Chrysarobin. Ergänzungsb. "•
Das Extractum Rhei Ph. Austriacae bildet ein trockncs Pulver.
• ht d eTinctni'ii lihoi aqnosa. Die Vorschrift zu dieser Tinctur entspricht nie ^
Verhältnissen und den wirksamen Bestandtheilen in der Rhabarberwurze
Chrysophansäure ist in Wasser sehr schwer löslich und die Kohlensäure ■ /Usie aus dem Alkalicarbonat, welches ein Bestandteil der Tinctur ist, °* ujeu*verdrängen, um sich mit dem Alkali zu verbinden, sie wird sogar durch ^säure aus ihren Verbindungen abgeschieden. Jedenfalls wäre es riehtig > ,. ^j10g Kaliumcarbonat eine Mischung aus 4g Kaliumcarbonat und 4g *® . 0 efibnehmen, wenn ein stärkerer Weingeist-Zusatz zurückgewiesen wird. . or kte"dieser Vorschrift hergestellte Tinctur bleibt klar und bildet in dicht ver ^Flaschen keinen Bodensatz. Dieser Bodensatz ist immer ein Beweis,gute Rhabarberwurzel verwendet wurde. ,^.
Reagenspiipicr mit Illieiini, Rlieninpapicr ? Rhakrbcrpapier lässt sich ("^fgusäckUe's Angabe) dadurch herstellen, dass man einen concentrirten kalten ^ &von guter Rhabarberwurzel in 2 Theile theilt, den einen Theil A m 'jj 0r u»ii rflTropfen Aetzammon, den anderen Theil B mit etwas verdünnter Phosp p^pjermischt, mit den Flüssigkeiten Fliesspapierstreifen tränkt und trocknet. g igtA ist purpurroth und wird mit sauren Flüssigkeiten benetzt gelb, 1 a Pgelb und wird mit alkalischen Flüssigkeiten im Contact purpurroth.