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Erg.-Bd. (1884)
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Olea aetherea. Verfälschung mit Terpenen.

gegenwart aber eine weisse (Bleichlorid + Blcioxydhydrat). Sind beide gegen-wärtig, so ist der Niederschlag hell röthlich gelb. Will man das Chlor mit Silber-lösung nachweisen, so ist die wässrige Flüssigkeit mit Salpetersäure zu versetzenund zu kochen oder mit Natriumnitrat zu versetzen, einzukochen, mit Salpeter-säure zu benetzen und dann in Wasser aufzulösen. Im anderen Falle scheidetdas Chlorsilber grauschwarz aus. Ist nur Chloroform gegenwärtig, so giebt diewässrige Flüssigkeit nach Uebersättigung mit Salpetersäure mit Silbernitrat denkäsigen Silberchloridniederschlag.

Hat man den Verfälschungsstoff erkannt, so wird auch das spec. Gewichtsowohl des Oeles als auch des Destillats daraus weiteren Aufschluss geben. *Weingeistgehalt bis zu 0,5 Gew. sollte stets zugelassen werden, da ein solcherGehalt gering ist und das Oel wesentlich conservirt, wie dies von Hager durchExperiment erkannt wurde.

Benzol lässt sich übrigens auch daran erkennen, dass es sich in rauchenderSalpetersäure löst und dann nach dem Verdünnen mit Wasser gelbliches, naenBittermandelöl riechendes Nitrobenzol ölähnlich ausscheidet. Chloroform, Schwe-felkohlenstoff und Benzol lösen Jod mit violetter Farbe, Weingeist löst dieseaber mit brauer Farbe. Weingeist erkennt man, wenn man ihn mit Kahum-dichromatlösung und Schwefelsäure versetzt fast bis zum Aufkochen erhitzt, D 1Flüssigkeit wird grün und riecht nach Aldehyd und Chloräthyl. Einfacher 18die S. 789 angegebene Reaction mit Kaliumacetatlösung oder Jod.

Die Prüfung der ätherischen Oele auf Weingeistgehalt mittelst Fuch-sins oder Rosanilins ist nicht zu empfehlen, weil viele Oele auf dieses " l &ment lösend wirken, und sie sogar Aldehyde, Ketono und Alkoholarten von Hauaus enthalten, welche ebenfalls Fuchsin lösen.

Verfälschungen mit Terpenen oder terpenartigen Flüssigkoite >

wie sie bei Darstellung der concentrirten oder Patontöle gewonnen werden, 9inschwer zu erkennen und allenfalls durch das geringere spec. Gew. nachzuweise >denn die Terpene sind meist speeifisch leichter und haben Gewichte zwisc« 60,8400,870. Um ein ätherisches Oel auf eine Beimischung jener Terpene ^untersuchen, müssen folgende Experimente sowohl mit dem echten als wiedem fraglichen Oele vorgenommen werden: 1) Bestimmung des spec. Gew.verfälschte wird meist bedeutend speeifisch leichter sein 2) die ReactionJod. Die mit Kohlenwassorstoffölen verfälschten sauerstoffhaltigen Oele werden mheftiger auf Jod wirken oder sie werden sich mit Jod stark erhitzen, scDämpfe ausschicken, während das echte sauerstoffhaUigo Oel mit Jod keine oeine geringe Reaction ausübt. 3) Löslichkeit in 90-proc. Weingeist. _ Dasfälschte Oel wird weniger darin löslich sein als das echte oder damit eine sttrübe Mischung liefern als das echte Oel. 4) Verhalten gegen eine I ' .,

v ornaiten gegen w» - - ^Man taucht einen Glasstab in das Oel, lässt vom Stalte abtropfen und fanr

durch

i, loooi, wui »taue autropien uuu"-- .^dem benetzten Stabende durch eine Flamme. Das verfälschte Oel entzündetoft schneller als das echte. 5) Fleekprobe. Der Fleck auf Papier uu^das verfälschte Oel verschwindet eher als der Fleck mit dem echten Oe6) Silberprobe. 10 Tropfen des Oeles, 5 Tropfen Silbernitratlösung un * tiTropfen Aetzammon werden durch Agitiren gemischt und im Wasserbade erw ^Während bei manchem echten Oele ein Silberspiegel entsteht, geschieht dies ^dem mit Terpen verfälschten Oelo nicht, sondern es erfolgt nur eine scüAbscheidung. - 7) Hagek'b Weingeistprobo (S. 792). - 8) Ho J PE , S irall3troprussidkupferprobe, in welcher die Kohlenwasserstoff-reichen od . e * ; en tbestehenden Oele nur einen grünen Bodensatz ergeben und die Oelscbicnt^

oder kaum gefärbt erscheint, während die Kohlenwasserstoff-armen

oder davou