Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
Seite
739
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Myrrha.

739

Die trockene Myrrhe ist selten kugelig, gewöhnlich unförmlich, auf dem

/uche muschelig, glänzend, dem Drucke des Fingernagels widerstehend, gewöhn-

' ohne weisse Streifungen, auf der Aussenfläche ohne ölige Ausschwitzungen.

eruch und Geschmack wie bei der weichen Myrrhe. Ihr Gummigehalt steigt

bls ^ 75 Proc.

Paekeb hält dafür, dass beide Arten Myrrhe derselben Pflanze entstammen

n 'l vielleicht die Verschiedenheit beider Sorten in dem Alter der Mutterpflanze

er der Jahreszeit, in welcher die Ausschwitzung stattfindet, zu suchen sei.

a ss die weiche Myrrhe durch längere Einwirkung der Luft nicht austrocknet,

giebt sich aus dem höheren Gummigehalt der trocknen Myrrhe, während durch

yuation des flüchtigen Oels bei der weichen Myrrhe, in die trockne übergehend,

r Harzgehalt auch ein grösserer werden müsste. Andererseits müsste in Folge

. ,p us trocknung die Aussenschicht der nicht porösen Stücke eine härtere sein

die innere; es zeigt aber die Consistenz der Stücke durch deren ganze Masse

in a "kiohftnnigkeit, das kleine Myrrhenstück ist innen so weich oder hart wie

n de r _äu SS e ron Schicht.

Die fremdartigen Beimischungen sind nach Pabkeb: 1) Mattes Bdelliummattem ochergelbem muscheligem Bruche. Es ist hart und zerbrechlich, fasteH -U f ° 8 Um * von bitterem, nicht saurem Geschmacke. Es bildet häufig grosseg 'Ptoidische Thränen mit grobkörniger Oberfläche. 2) Afrikanischesnie- m ( von Balsamodendron Africanum) ist sehr hart, und die aussen we-

mn ,S r pbkörnigen Thränen zeigen auf ihrer Oberfläche tiefe Querrisse, auf demSch £ en Bruche einen bläulichen Schimmer und einen harzigen, röthlich durch-3) ]>" en< * en Band. Es ist fast ohne Geruch und von schwach bitterem Geschmack.,.; ,88 abol, Bissa bol (Bahamod. luijalfj. Dieses ist identisch mit dem wohl-MAH' len ^ cn Bdellium oder Habak hadee Dv/mock's oder Myrrha Indicadie i . 8 ' dieses Gummiharz ist der weichen Myrrha sehr ähnlich, nur liegenvon . weissen Streifen oder Schichten auf der Bruchfläche quer, durchsetzt

2 W| - ? ckl gen, mit durchsichtigem rothbraunem Gummiharze ausgefülltenv ers l' 01 !'''"""'" Der Geruch ist eigenthümlich und von dem der Myrrhe völligi g { ,etl en, nach Dymock dem des Citronenzuckers ahnlich. Der GeschmackB. J 0 ^ 1 '* 1 '' schwach bitter. 4) Indisches Bdellium (Balsamod. MuJeul,den N escen , s ) °^ er Googul bildet unregelmässige, dunkel rothbraune Massen,Der o a ^ e ' ein< ^ ru ek nicht annehmend, bedockt mit glänzenden Harzpünktchen.5) W e [ Uc ''. ' B * cederartig, der Geschmack schwach scharf und nicht bitter.eini'r.. 0 ' ec kendes Gummiharz ist dem Olibanum oder der Takaniahakauend , as8e , n ähnlich, aussen pulvrig, blassgelb bis hellgelbbraun, durchschei-Verti f ^' e ^ vrr ' le bis durchsichtig. Die Bruchflächo ist wachsartig mit kleinenBi nc ] Ull Sen, welche mit syrupdicken Oelharze gefüllt erscheinen. Es nimmt denkleben^ mit ^ em Fingernagel an, erweich! in der Hand gehalten und ist Btarkbitt er ' a ® ernon ist kräftig aromatisch, der Geschmack nicht scharf und nicht- g^ ' -^ether, Weingeist, Chloroform, Terpenthinöl lösen es nicht vollständig,harze ;V er / ,c hloses Gummiharz ist äusserlich dem wohlriechenden Gummi-ohti e ^""''ch, aber leicht zcrreiblich und durchsichtig, im Bruche faserig (streifig?),lose 8 p ueh untl fast ohne Geschmack. 7) Mattes gesohmack-hart a ,f !" mi bil(let wenig durchscheinende unregelmässige Thränen, ist sehr8 ) Bitt Bruche matt, fast färb-, geruch- und geschmacklos.

1)

f r es Gummi ist rothbraun bis farblos, etwas durchscheinend, geruchlos,tte r und scharf im Geschmack, ähnlich den Ammoniacum. - - 9)

l 0) , |^ 1 u C - hti . gos Gummi ist dem Arabischen Gummi sehr ähnlich und

Lra Msches Gu

mmi.

47*