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Erg.-Bd. (1884)
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Myristica. Myrrha.

Vegetabilische Maiwuchs-Extract-Pomade von Ludwig Kooh, gegen das Aus-fallen der Haare und das Ergrauen derselben, ist angeblich aus frischen Sprossender Tanne, Kiefer und Fichte etc. bereitet. Eine grüne Muscatnussöl enthaltende Salbe-(Hagek, Analyt.)

Myrrha.

Ueber den botanischen Ursprung der Myrrhe ist man noch sehr im Zweifelnnd sollen die Forschungen Nees' und Berg's, so wie deren Abbildungen derMutterpflanze gleichsam eine Verwirrung veranlasst haben, welche genügend &»sichten selbst Hanbury, Oliver, Hildebrandt, Henry Trimen und anderenGelehrten nicht gelang. Der Letztgenannte glaubt, dass man BalsamodendronMyrrha als Mutterpflanze annehmen könne. Diese Pflanze sei ein 3 m noneStrauch im Somalilande und an der Küste des rothen Meeres in Arabien zu Hau 3Näheres findet man hierüber in der Zeitschr. d. österr. Apoth.-Ver. 1879, Nr. 1 >S. 299 u. f. oder Pharm. .Tourn. and Transact. 1879, S. 803.

Ueber die Myrrha als Handelswaare, die Behandlung und Sortirung derselbefinden sich nähere Angaben von Dymocic in Pharm. .Tourn. and Transact. be 'III, Vol. 6, Nr. 295 S. 661 und im Auszuge im Jahresbericht über die Fort-schritte der Pharmakognosie etc. Jahrg. 11, 1876, S. 199 und ein Bericht Überdie Untersuchungen der verschiedenen Sorten von Hirsch80HN im Jahresbencetc. Jahrg. 12, 1877, 8. 168. In diesem Berichte wäre die Bemerkung v ^Werth, dass Petroläther höchstens 6 Proc. aus der Myrrhe aufnehmen darf uder Petrolätherauszug farblos sein müsse. Nähme Petroläther mehr auf, wärePetrolätherauszug gelblieh und lasse sich gleichzeitig in der Myrrhe Schwefelgenachweisen, so deute dies auf eine Beimengung von Bdellium Indioum °Africanum. Der Petrolätherauszug aus guter Myrrhe abgedampft S\ eb L e) erKückstand, welcher mit saurem Chloralhydrat (Chloralhydrat schwach mit vv aangefeuchtet und einen Tag der Luft ausgesetzt) sich violettroth färbt. _ .Dragendorff färbt sich Oleum Myrrhae mit jenem Chloralhydrat (im On%> ^Chloraireagens genannt) violettroth, mit weingeistiger Salzsäure roth, mit olösung kirschroth bis blutroth. . ; oe

Eine Trübung des Aetherauszuges durch Weingeist deutet auBeimengung von Dammar oder Dammar-ähnlichen Harzen. , von

Nach Berbera, einer kleinen Seestadt Aden gegenüber, wird die MyiT 6 ^den Eingeborenen gebracht, um sie gegen Englische und Indische " a *£g cn iicbzutauschen. Die erste Sortirung geschieht zu Bombay, ist aber sehr ober "^je-und muss daher in Europa (in London) wiederholt werden. Wohl 1° -jsj aC lidene Harze sind der Myrrhe beigemischt, besonders sind es Bdelliumharze. ^ ^Parker (Pharm. Journ. and Transact. 1879, S. 81) soll sich die Myrrheweiche oder ölige und II. in trockne oder gummige schichten l:lSS . c . 0 Jj en eV

Die weiche Myrrhe bildet unregehnäBBige rundliche Massen v ° rs " nage lsGrösse, ist auf dem Bruche matt, wachsartig, Leicht Eindrücke des Fing« ^figannehmend, dabei eine ölige Ausschwitzuni;- zeigend. Die Bruchfläcbe zo,g g tre jfcnweissliche Stellen, die an den kugeligen .Stücken in schmalen krumme 1 ! ^

auftreten, welche concentrisch nach der Seite hin, mit welcher die °""^r~ gell-Baume anhingen, verlaufen. Die Farbe variirt von Dunkelrothbraun ve r-

gelbbraun. Einige Stücke sind fast farblos. Die blasseren Stücke und P 1 * te ,j.dienen den Vorzug, denn sie sind im Geruch und Geschmack am . durch-An einigen Stücken sollen sich auf der oft pulvrigen Oberfläche klei ^^ &sichtige harzige Thränen, verharzte Oelausschwitzungen, belinden. un ^ aer-

Myrrhe lässt sich nicht in Pulver verwandeln, sondern liefert gestossendrückt eine fast schmierige Masse. Gummigehalt circa 40 Proc.