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Myristicä.
Myristica-Arten liefern ähnliche Samen, welche aber minder aromatisch sind.Früher war nur der ganze Samen im Handel, und in der ordentlichen bürgerlichenKüche fehlte nie das kleine Reibeisen mit damit verbundenem Behälter für dieMuscatnuss. Der Kaufmann war damals genöthigt nur eine gute Muskatnuss ab-zugeben und wagte er allenfalls bei den Landbewohnern die wurmfrassige und mitMehlkleister ausgebesserte Waare an den Mann zu bringen. Heute kommen nunaber billige (lange) Muskatnüsse in den Handel und haben jene wurmfrassigen(Rompennüsse) verdrängt. Die ganze Waare zu beurtheilen ist dem Consumentennicht schwer. Dass der Kaufmann zur Darstellung der gepulverten Muskatnüssezuweilen nicht die beste und theuerste Waare, sondern geringwerthige oder ramponirteund zerfressene Samen verwendet, liegt auf der Hand. Man wird also von diesergepulverten Waare nicht das verlangen können, was man von der pharmaceu-tischen Waare zu fordern berechtigt ist. Nur eine Beimischung von Sub-stanzen, welche nicht den Muskatnüssen angehören, ist zu beanstanden unstraffällig.
Die Methode, die Keimfähigkeit der Muskatnüsse durch Einweichen in Kai*'wasser zu zerstören, scheint heute noch nicht verlassen zu sein, obgleich niadenselben Zweck durch Trocknen an der Sonne erreicht. Im ersteren Falle isein grösserer Aschengehalt, welcher aus guter Waare 4,5—5 Proc. betrag;erklärlich und fand ihn Hager in einem solchen Falle zu 6,2 Proc.
Das Pulver der guten Muskatnuss mit kaltem Wasser eine Minute stark % _schüttelt, dann hin und wieder sanft gerüttelt, liefert in circa 15 Minuten d 1 ^Schichten, eine untere Pulverschicht, eine mittlere trübe wenig gefärbte Wasse ^Schicht und eine obere Pulverschicht, welche kaum J / 10 von der Höhe der unsten Schicht zeigt. Setzt man Jodjodkalium hinzu, so erhält man eine "U"olivengrüne Mischung. Der hier diese Färbung verursachende Stoff ist Staimehl.
Der kalte durch halbstündige Maceration gewonnene wässrige Aufgu-;verhält sich indifferent gegen Gerbsälire (wenigstens in den meisten Fällen),
krinsäure, Ferrichlorid, Jodlösung»Mercurichlorid, giebt aberBleiessig einen kaum gefärb »^lockeren Niederschlag. jtfit
Aufguss ist kaum gefärbt.Gerbsäure giebt der Aufguss oeinen Waare keine, derjenige einanderen Waare jedoch f 111 *^geringe Trübung. Eine * ru jfdurch Pinkrinsäure deutetbeigemischtes Brotpulver, et>eeine sehr starke Trübung d« r
Gerbsäure. . . „; D
Zur weiteren Prüfung ist «
Schwefelkohlenstoff^ .^
Extract herzustellen. D* 8 ' .„
telfeine Muskatmisspulver wir ^einer Flasche mit circa derfachen Menge Schwefelkohlen*^unter bisweiligem Schuttein
20» C) macerr,
Fig. 94. Pulver dfr Macis und Mnsli.itnasse, circa 120malrergrössert.Mac. = Macis Musk. N = Muskat-Nuss.
a Zelle mit Krystall.
Tag (bei circadann in einenwelcher mit einem
Deplacircylin^Bäuschchen