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Erg.-Bd. (1884)
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Morphin um.

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Morphinum.

Die Löslichkeit des Morphins (Morphinhydrat) in Chloroform mit ver-schiedenem Wcingeistgehalt hat van dee Bükg (Prof. zu Leyden) näher geprüft"nd fand er, dass 100 CC. weingeistfreies Chloroform 0,01 g Morphin, 100 CC.^nloroform mit 1 Proc. Weingeist 0,05 g, mit 5 Proc. Weingeist 0,45 g, mit12ft ^ em S e ' st 0> 9 & Morphin lösen, dass zur Lösung von 1 Th. Morphin

Th. Chloroform mit einem Gehalt von 10 Proc. Weingeist erforderlich sind.

b Anwendung. (Handb. II, S. 464.) Der öftere Gebrauch des Morphins,ost kleiner Gaben, soll bei manchen Personen einen papulösen Ausschlag mitgem Jucken verursachen. Dass eine solche Wirkung nur eine seltene istgewöhnlich bei Personen, welche gleichzeitig viel Spirituosen oder Bier ge-messen, vorkommt, dürfte die Erfahrung ergeben. Kleine Gaben Kaliumjodidbeseitigen die Pusteln.

^ Das aequivalente Verhältniss unter den Morphinpräparaten ist: 1,0 Morphin= !>13 Acetat, = 1,25 Hydrochlorid oder Sulfat.

Antidot des Morphins. Der Antagonismus von Morphin und Atropin ist

cift * ' n der Praxis constatirt. Ein durch Atropinlösung aus Verseheu ver-

etes Kind wurde z. B. durch zwei subcutane Injectionen von je 0,015 g

r phin gerettet (Comegys). Eine Frau, welche eine tödtliche Dosis Atropin

ommen hatte, wurde durch 0,06 g Morphin subcutan injicirt gerettet (Come-

60 '"'v, Vergiftung durch 0,13 g Morphin auf subcutanem Wege bei einem

J ^ ri gen Patienten wurde durch zweimalige Gaben von 0,0015 g Atropin völlig

hatt 6n ^ ABT0N )- Eine Vergiftung bei einer Dame, welche 0,3 g Morphin injicirt

z . , e ' w urde ebenfalls durch Atropin beseitigt. Die Vergiftung ergab einen

"«Kerhaltigen Harn.

buk i &m Manne, der 15 g Opiumtinktur verschluckt hatte, injicirte T. Davisleicht 2 ; stündlich 0,0075 0,015 g Atropin, dennoch starb der Mann (viel-er 1 1D ^°^ e der Atropinwirkung). In einem Falle einer Morphinvergiftungs «bc 6 V °" . Lewis anfangs 0,005, dann steigend bis auf 0,009 g AtropinsulfatNac} Utan in J' c ' rt > so dass 0,076 g im Laufe von 6 Stunden verbraucht waren.i m y-^-stündigem Koma trat Genesung ein. In einem anderen Falle wurdenerfol u *k emer Nacht sogar 0,1 g Atropinsulfat mit dem erwünschten Hoil-jecti SC -, 8ubcutan injicirt. Johnson wendete selbst 0,03 g Atropinsulfat als In-

u nd d Und Analyse. Aus der Einwirkung des Kalium ferricyanids

O x , e . r -^ etz kali lauge auf Morphin resultirt nach K. Polstorff's Untersuchungenyimor Phin (C 34 H 3r ,N 2 0 6 + 3H 2 0), wahrscheinlich nach der Gleichung

0x 2Cl7H ^N0 3 + 2KHO + K 2 Fe 3 ''XCN) 6 =2H 2 0+K,Fe 4 ^CN) 6 +}^^^ s 3

HKR e Ea'° rphin kr y stalli8irt mit 3H 2° und bildet mit Säuren Salze" Schützen-Morpij- h ^ xymor P mn ; entstanden aus der Einwirkung des Silbernitrits aufstand ' drocnlori< l> ist das vorerwähnte Oxydimorphin, wahrscheinlich ent-

n ents Prechend der Gleichung:And . 2 C l7 H 19 N0 3 HCl+2N0 2 Ag=}^H;^ + 2AgCl + 2H 9 0.

ßesuw ! 0n BRoockmann und Poi.stokff 1 gemachten Beobachtung reiht sich dag"an , T r Untersuchung derselben Chemiker in Betreff der Einwirkung des"hypermanganats auf Morphin. In diesem Falle entsteht nicht Oxy-sondern Oxydimorphin. Ueber die chemischen Veränderungen des

ttorph;

m.