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durcharbeitete, wird man kein Verfälschungs- oder Verunreinigungs - Object desHonigs übersehen.
Da der Stärkezucker von Dextrin nicht frei ist, so kann auch die Gegenwartdieses Zuckers im Honig durch Bestimmung des Zuckers erkannt werden. D° rGehalt an Glykose beträgt im jungen Honig 55 — 65, im alten 65 — 75 ProcIn dem künstlichen Honig steigt dieser Gehalt höchstens auf 50 Proc, meist30—40 Proc. Die Bestimmung geschieht, wie Handb. II, S. 855 und 856 an-gegeben ist. Planta-Reichenatj bestimmt zuerst die Glykose in dem Honig»dann versetzt er Honig mit 2 Proc. Schwefelsäure, verdünnt mit Wasser und (!! "hält die Mischung 2 Stunden kochend, um Dextrin und etwa beigemischten Rohr-zucker in Glykose überzufuhren, und bestimmt nun in diesem veränderten JloJiigdie Glykose. Bei echtem Honig ist der Unterschied im Glykosegehalt im un-veränderten und in dem mit Schwefelsäure versetzten und gekochten ein S e ~ringer, bei Gegenwart von Stärkezucker und Rohrzucker aber ein bedeutender.Ein gefälschter Honig ergab z. B. direct 34,7 Proc. Glykose, nach der Kochungaber 78,09 Proc. Dieses Mehr beträgt dagegen bei echtem Honig nur 5— }®Proc. Man vergl. auch pharm. Centralh. 1880, S. 202 u. 203.
Dass der Stärkezucker immer an einem starken Gypsgehalt zu erkennen sei;ist eine irrthümliche Angabe, denn schon mehrmals kam ein künstlicher Honjgzur Untersuchung, welcher auf Schwefelsäuregehalt geprüft mit Baryumclil»!' 1 "keine stärkere Trübung ergab als der echte Honig. Wer aus der DarstelluBgeines künstlichen Honigs ein Geschäft macht, wird auch die Glykoficirung & eaStärkemehls ohne Schwefelsäure ausführen.
Anwendung. Ueber die Nährfähigkeit des Honigs vergl. pharm. Central .1880, S. 470. Aus Ungarn berichtete man, dass dort der mittellose Famü'«'»"vater Honigumschläge um den Hals und Honiggenuss als Präservativ und aucals Heilmittel gegen Diphtheritis und sogar stets mit sichtlichem Erfolg» anwen» •Auffallend ist, dass solche Leute überhaupt Präservative anwenden. Diese Nacrieht lässt allen Zweifel zu.
Honig mit vielem Wasser verdünnt wird als Getränk (Hydromel) hw ltarrhalischen Leiden benutzt, mit Salbeiaufguss als Gurgelmittel, zu Waschm 1 ^'und Umschlägen gegen verschiedene Hautleiden, mit Mehl und auch mit i*mehl, Grütze als Cataplasma zur Maturation von Geschwüren, un vermischt agestrichen gegen Mitesser (Comedonen) gebraucht.
Giftiger Honig scheint in Deutschland nicht vorzukommen. Von elI1 . eusolchen berichtete der Kriegscorrcspondent der Daly News 1877 aus -^ rmcl nin dem Thale Batum, in der Nähe der Gegend, in welcher vor 2000 JaXenophon giftigen Honig antraf, durch welchen die griechischen Soldatengiftet wurden, ohne jedoch davon zu sterben. Jener Korrespondent erwä nn SrUntersuchung des Honigs, welche keine giftigen Bestandteile erkennen * edoch wachse in diesen Gegenden viel Conium und llyoscyamus. Der eng l _Viceconsul Biliotti berichtet aus Trebisonde (im nordöstlichen Kleinasien) efalls von giftigem Honig und dass man nur das Wachs verbrauche, den ^selten geniesse. Vergiftungssymptome seien Schwindel, Eibrechen, Bausch. ^an der Küste des Schwarzen Meeres häufigen Datum Stramonium * ir ^ Q _giftige Honig zugeschrieben. Da der Nectarsaft der Blllthen, auch * er a on igstischen Pflanzen, nicht Gifte enthalten soll, so wurde die Existenz giftig 011 ^^von Vielen negirt. Man hielt den giftigen Honig nur für einen giftig ^"^.„„n-
Die Dahlien-Blüthen sollen ein Gift für die Bienen sein und ist diezucht in der Nähe eines Dahlienflors zu vermeiden. Densollen die Bienen meiden.
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