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Erg.-Bd. (1884)
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Magnesia citrica. Magnesia silicica.

Magnesia citrica granulata, Magnesiumeitrat in Körnern, soll, wieCreusse fand, sowohl mit Magnesiumsulfat als auch mit Natriumtartrat verfälschtvorkommen. Die Magnesia citrica granulata effervescens enthältübrigens immer Natriumcarbonat und Natriumeitrat.

Prüfung des Magnesiumeitrats. Dieselbe erstreckt sich auf Weinsäure, Schwe-felsäure, Natriumsalze, Ammoniumsalze. Die Weinsäure wird durch Mischenmit Kaliumacetat und reichlicher Essigsäure und dann Maceriren und Auswaschenmit 45-proc. Weingeist, worin Kaliumeitrat bei Gegenwart freier Essigsäure leichtlöslich, das Kaliumbitartrat aber fast unlöslich ist, bestimmt. Schwefelsäurewird mittelst Baryumsalz und freier Salzsäure nachgewiesen. Zur Bestimmung derMagnesia und des Natrons, wird das Präparat mit der doppelten Menge B' e1 'zucker gemischt, eingetrocknet, dann mit Wasser extrahirt, die wässrige Lösungmit Aetzammon neutral gemacht, mittelst Schwefelwasserstoffs vom Blei befreit?eingedampft und in Asche verwandelt, welche Magnesia als in Wasser unlöslichen»das Natron als in Wasser löslichen Theil enthält. Liegt eine Verunreinigu* 1 «?mit Sulfat nicht vor, so ist das Salz direct in Asche zu verwandeln. Unterdem Mikroskop lässt das sehr reine gute Magnesiumeitrat nur amorphe und keinekrystallini sehen Massen erkennen.

Da das Ammonium-Magnesiumeitrat ein in Wasser leicht lösliches Salz i st >so hat man dieses Salz dem Magnesiumeitrat untergeschoben. Dass letztereSpuren Amnion enthalten kann, ist erklärlich, jedoch immer nur Spuren. DieseDoppelcitrat hat nach Landein die Formel 2NH,0, MgO, C 12 H 5 0 11 + 2HO.

Anwendung. Das Magnesiumeitrat erfreut sich immer noch des Rufes, ei»beliebtes Mittel in den Anfängen der Nieren- und Blasensteinbildung zu seiii'Wie schon unter Magnesia erwähnt ist, sind Magnesia und ihre Salze eher Mterialien der Lithiasis ein Fundament zu gewähren, als ein solches zu beseitig 6 'Da Magnesia eine Basis ist, welche mit vielen organischen Säuren zwar aniorpund leichtlösliche, aber auch krystallinische und schwerlösliche Salze bildet»kann sie Gelegenheit zur Ablagerung schwerlöslicher Verbindungen geben, zuniawenn der Digestionsapparat keine normale Thätigkeit zeigt, wenn zur harnsaUDiathese Disposition vorhanden ist. Magnesia und ihre Salze vermeide Wwenigstens auf eine längere Zeit zu gebrauchen und, wenn es sein kann, gebraUman sie garnicht (Hager). . , g

Dem Borocitrat oder Citroborat der Magnesia (Boracites 0ltr *^ eBecker, Magnesia boro-citrica, Handbuch II, S. 396) wurde eine kWOTttZWlitholytische Kraft beigemessen, bei Nierenkrankheiten und gegen Lithiasispfohlen. Prof. Ludwig zu Wien hat eine Reihe Versuche angestellt, J ekonnte er nicht eine Spur der litholytischen Kraft wahrnehmen (Wiener mBlätter 1880, Nr. 4). Dagegen hat MAD8EN (Kopenhagen) das Borocitrat ^ein gutes Lösungsmittel der Harnsteine erkannt (vergl. unter Lithium benzoICFerner Zeitschr. d. österr. Apoth.-Ver. 1880, Nr. 3), es sogar wirksamerLithiumbenzoat befunden. Dass Borax, Borsäure, Citronensäuic auflösend wi ^liegt ausser allem Zweifel, doch liegt keine Notwendigkeit vor, diese Säure ^Magnesia gebunden anzuwenden. Er würde Ammon die Magnesia jedenfallsbesser vertreten (Hager).

Magnesia silicica.

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Magnesia silicica s. hvdro silicica wird nach der Vorschrift im Ha» ^II, S. 399) aus Magncsiasulfat und Kali Wasserglas bereitet. Nach anaei