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Erg.-Bd. (1884)
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Lupulus.

ziehen), den trockenen Hopfen mittelst einer Pressvorrichtung einzudrücken unddie Gefässe dann hermetisch zuschliessen. Diese Büchsen sollen in Kellerräumenaufbewahrt werden, in denen die Temperatur + 8° C. nicht überschreitet.Diese Methode ist gewiss eine gute, aber schliesst einen Irrthum insofern ein,als damit ein Sauerstoffabschluss der Luft, ein Nicht-Contact mit der äusserenLuft erreicht werde, denn Weissblech und noch mehr Eisenblech sind poröseKörper, durch welche zwar Wasser nicht, wohl aber Luft durchtritt (Hager).

Das BREiTHAUP'r'sche patentirte Verfahren besteht darin, durch Hindurch-leiten von Wasserdampf und Luft durch den erhitzten Hopfen das flüchtige Oelvon diesem zu trennen, den Hopfen zu trocknen und in dichte Gefässe einge-presst auf den Markt zu bringen. Der Brauact ist wie gewöhnlich, nur werdenje 100 Litern Gebräu 1012 Tropfen des flüchtigen Hopfenöles zugesetzt(Bayrisches Ind.- u. Gew.-Bl. 1878).

Das patentirte und wohl das richtigste Verfahren von Naumann &Pohl (Plauen) besteht in einem Besprengen des Hopfens mit Weingeist und Ein-pressen in geeignete Gefässe.

Das RiET'sche Verfahren besteht darin, den Hopfen in Malzstärkesyrupeinzudrücken.

Das Schwefeln des Hopfens soll das flüchtige Oel, überhaupt die Haupt-bestandtheile des Hopfens verändern, und bei Anwendung eine« arsenhaltigenSchwefels wird der Hopfen arsenhaltig werden. Der Gerbstoff soll dadurch in Gallus-säure umgewandelt werden, wodurch der Geschmack des Bieres unangenehm scharfwird. Zum Nachweise des stattgefundenen Schwefeins des Hopfens kann man denmit kaltem Wasser bewirkten Auszug aus dem Hopfen mit reiner Schwefelsäureversetzen, ein Stück höchst reines Zink dazugeben und unter Erhitzen den Wasser-stoff in mit wenigen Tropfen Bleicssig versetztes Wasser leiten oder (nach derMethode des Arsennachweises nach Hager) gegen Papier, welches mit Bleiessiggenässt ist, treten lassen. Griessmayer empfiehlt in Stelle des Zinks Natrium-amalgam, circa 0,5 auf 50 CC. Flüssigkeit, zu nehmen. Es findet Bräunung undAusscheidung braunschwarzen Schwefelbleies statt (Handbuch I, S. 130 und Er-gänzungsb. S. 250). In sehr altem geschwefeltem Hopfen wird die Schwefligsäureals Schwefelsäure vertreten sein. In diesem Falle ist das Wasser, womit manden Hopfen extrahirt, mit etwas reiner Salzsäure zu versetzen und dann der Aus-zug mit Baryumchlorid auf Schwefelsäure zu prüfen.

Bestandtheile des Hopfens. Der Gerbstoffgehalt wurde von Gilbert Bisselt(Americ. Journ. of Pharm. Vol. 49, S. 582) zu 0,6 (?) Proc. im Hopfen angetroffen-Die Lösung desselben gab mit Brechweinstein und mit Leim allmählich einen fastweissen Niederschlag. Schwefelsäure und Salzsäure fällten ebenfalls. Mit Ferri-chlorid giebt er einen grün-schwarzen Niederschlag. Ferrosulfat, Stannochlorid undCuprisulfat bewirken keine Fällung. Der Gerbstoff ist weder Moringerbsäure nochder Galläpfelgerbsäure ähnlich. Em dagegen sagt, dass der Gerbsäure desHopfens (Lupulo-Gerbsäure) dieser Namen mit Unrecht zukomme, da sieLeim nicht fälle und erst durch Erhitzen bis auf 120130° C. zu einer mitLeim Niederschläge gebenden Substanz, auch in verdünntem Weingeist löslichwerde. Wird der weingeistige gerbe Auszug der Hopfenzapfen im Wasserbadeerhitzt, so wird er roth, und nach dem Eindampfen hinterbleibt ein dunkolrotherRückstand, welcher in verdünntem Weingeit gelöst ebenfalls Leim fällt. Diesenrothen Rückstand nennt Etti Phlobaphen der Hopfenzapfen. Dieser Körperund die getrocknete rothe Gerbsäure haben dieselbe elementare Zusammensetzung(C- )0 H 4( .O 2r> ) und scheinen durch Ausscheidung eines Moleküls H 2 0 aus 2 Mol-der Gerbsäure (C 2 ,-,H 2 ,0 13 ) entstanden'zu sein (2G i: ,lI, 21 () |:l H 2 0 = C 50 Hiii O m )-In den Zapfen des Rothliopfens soll dieses Phlobaplien präexistiren. Der Aethcr-