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Lithium bromatum. — Lithium carbonicum.
Aufbewahrung. Lithiumbromid ist in der Reihe der stark wirkenden Arznei-körper aufzubewahren.
Anwendung. Lithiumbromid ist in neuester Zeit als ein vortreffliches Seda-tivum und Dialyticum erkannt worden, es ist auch der Bromgehalt (92 Proc.)ein bedeutend grösserer als in anderen Bromiden. Man fand es besonders wirk-sam bei Epilepsie, Chorea, Hypochondrie, Spermatorrhoea, Schlaflosigkeit, Deli-rium tremens, Hysterie, Neurosen etc. Es scheint am kräftigsten die Harncon-cremente und Uratabscheidungen zu lösen und das beste Mittel bei Lithiasis undGicht zu sein. Es löst das Vierfache seines Gewichtes Harnsäure. Dass starkeund lange Zeit hindurch genommene Gaben dieselben Neben- und Nachwirkungen*wahrnehmen lassen können, wie solche nach dem andauernden Gebrauche vonKaliumbromid beobachtet wurden, muss angenommen werden. Die Gaben sind nachLevy 0,5, allmählich steigend auf 2,0—2,5 — 3,0. Andere Aerzte warnen vorsolchen grossen Gaben, empfehlen einen längeren Gebrauch und nicht über 0,5 gals Tagesgabe hinauszugehen. Letztere Aerzte lassen sich durch die mit denCoLLAs'schen Pillen erlangten Erfolge leiten. Lithiumbromid soll ein vorzüg-liches Prophylacticum der Gichtanfälle sein. Aeusserlich auf gichtische Tophi »"'gewendet soll es dieselben in kurzer Zeit zum Verschwinden bringen.
Als stärkste Einzelngabe wäre 2,5, als stärkste Tagesgabe 1">anzunehmen.
(3) Pilnlae cum Lithio bromato(Collas). Pilulae litholyticae Coi** 8,
ijc Lithii bromati 15,0Extracti Gontianae 7,5Badicis Althaeae 1,5Eadicis Gentianae q. s. p e j
M. Piant pilulae ducentae (200)- g r ;diem unum loco paüllulum tcpid°
(1) Massa antitophica.
fy Lithii bromati 2,0
Glycerinae 4,0
Radicis Althaeae pulveratae
Farinae secalinae ana 2,5
Aquae q. s.Misce, ut fiat massa pultiformis.D. S. Zum Bedecken der Gichtknoten.
(2) Mixtnra lithinica.
fy Lithii bromati 5,0.
Solve in
Aquae destillatae 200,0Syrupi Aurantii corticis 50,0.D. S. 3—imal täglich einen Esslöffcl.
expositae lacca pilularum obduc»" A
(Pilulae singulae 0,076 Lithii Wo»
contineant.)
D. S. Viermal täglich 1-2-7-3 St^ f |allmählich steigend (bei Lithiasis, «*» bBei Epilepsie täglich 4 mal, alln«"steigend, je 2—4—6 Pillen).
Lithium chloratum. Prüfung des Lithiumchlorids (Handb. II, S. 373). ^
selbe kann in ähnlicher Weise wie die des Lithiumbromids geschehen. e
trocknet das Chlorid (0,2) scharf aus und löst davon 0,05 in Wasser. ' ^_
Lösung vermischt man mit 0,2 Silbernitrat in wässriger Lösung und schüt c ^
Das Filtrat darf kein Silber in Lösung enthalten, höchstens auf Zusatz JO .jag
säure eine unbedeutende oder opalisirende Trübung, aber keinen Nie de ^
ergeben. Im letzteren Falle liegen Verunreinigungen mit den Chloriden ^er-kalien vor. Das Aeq.-Gewicht des Litlüumchlorids ist 42,5, das desnitrats gerade 4 mal so gross, = 170.
Lithium carbonicum.
. prof.
Behufs Bestimmung des Lithiums neben Kalium und Natrium wendDr. W. Gintl (Ber. d. Oesterr. Ges. IV, Chem. Ztg. 1881, S. 183) d' e als e dieschaft des Lithiumchlorids an, in concentrirter Salzsäure löslicher zu sein, ^. trateChloride des Kalium und Natrium. Die Umwandlung der Alkalien i»