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Erg.-Bd. (1884)
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Liquiritia. Glycyrrhizin.

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Synonyme von Glykocoll, ferner von Beryllerde und einer Pflanze ( Glycine Apios).Qlykammon wäre wohl eine passendere und der Praxis bequeme Bezeichnung.Nach Connerade (Journ. de Ph. et de Ch. 1880, S. 511) macerirt man<*ie klein geschnittene "Wurzel in der anderthalbfachen Menge kaltem de-Btill. Wasser, colirt, wäscht mit etwas Wasser nach, erhitzt die Colatur biszum vollen Aufkochen, colirt sofort behufs Beseitigung des Ei weisses, fällttoit verdünnter Schwefelsäure, lässt absetzen, decanthirt, löst den Nieder-schlag in verdünntem Aetzammon, filtrirt und dampft im Wasserbade bis zur"rockne ein. Dieses Präparat enthält noch Ammoniumsulfat. Jedenfalls ist es besser,^ ei > Süssholz-Auszug bis zur Syrupdicke einzuengen mit einem doppelten"°1. einer 8090proc. Essigsäure zu mischen, absetzen zu lassen, den Nieder-schlag im Filter zu sammeln, mit 5060proc. Essigsäure auszuwaschen, dannln Aetzammon zu lösen, zur Trockne einzudampfen, zu zerreiben, mit wein-ßeistigcm Aetzammon zu befeuchten, wieder auszutrocknen und zu Pulver zuZerreiben. Das Ammoniumacetat verflüchtigt sich beim Eintrocknen vollständig(Haukr). Ausbeute 910 Proc.

Eigenschaften und Prüfung. Das Glycyrrhizin des Handels ist dieses am-

on ia,kälische Präparat. Es bildet gewöhnlich ein feines braunes Pulver, lös-

j) c h in c j rea ioO Th. kaltem Wasser, nach längerer Lagerung selbst erst lös-

ich in 1000 Th. Wasser. Ein geringer Zusatz von Aetzammon macht es leicht

öslieh. Auf 1 g des Präparates genügen 10 Tropfen eines 10-proe. Aetzammons.

u 'd es mit Aetzkalilauge gemischt, so muss es Ammon freilassen. Die Lösung

0n 1- g in eirca 2 CC. Aetzammon und 4 CC. Wasser wird durch Zusatz von

ei 'diinnter Schwefelsäure oder Essigsäure im Ueberschuss, sowie durch ein mehr-

»ches Volumen absoluten Weingeistes stark getrübt, die über dem Bodensatze

e hende Flüssigkeitsschicht im ersteren Falle nur blass bräunlich gelb gefärbt

rSf, heinen lassend. Es ist genügend rein, wenn es mit der 100-fachen Menge

er dimnter Essigsäure (1,039 spec. Gew.) geschüttelt nicht in Lösung übergeht

n 1 die Essigsäure nur blassgelb, nicht dunkelgelb bis braun färbt. Die Mischung

e 'ne trübe, und setzt nur langsam das Nichtgelöste ab.

Das Ammoniak-Glycyrrhizin ist in dicht geschlossenen Flaschen aufznbowah-

j n - Es genügt eine Menge von 0,5 g um ein Liter Wasser sehr süss zu machen.

Frankreich ist es unter dem Namen Glycine in den Militär-Lazarethen zur

er süssung der Tisanen im Gebrauch.

Nach Habermann ist das käufliche Glycyrrhizin oder die Glycyrrhizina. m jii°niacalis glycyrrhizinsaurcs Ammonium, enthaltend kleine Mengen Glycyrrhi-m uitter (C 3fl H r)7 N0 13 ) und Glycyrrhizmharz (Glycyrrhetin), welches in Weingeist11(1 in alkalischen Flüssigkeiten löslich ist.

1" M ^ aS n ' cut ammoniakalische Präparat erkennt man an seiner geringen Lö8-keit in Wasser. Dasselbe findet man in den Preislisten als Glycyrrbizinumr um verzeichnet und wird als Pulver oder in Lamellen vorräthig gehalten.

Atiwendung. Wenn der Arzt Glycyrrhizinum oder Glycium verord-- s o meint er das ammoniakalische und man dispensirt dasselbe. Der süsseWfi i mack tritt lulr ,1:um kräfti 8 hervor, wenn sieh das Glycyrrhizin in Lösunge"ndet. In flüssigen Mixturen eignet sich die Mischung mit Liquor Ammoni^'Satus oder auch mit gleichviel Ammonnm carbonicum. In Pulver Latwergen" ähnlichen Zusammensetzungen mischt man es mit einer gleichen Menge Am-»onum carbonicum, Kali bicarbonicum, Natrum bicarbonicum, Calcaria carbomea.">? Abstumpfung des Oe.schmackes der Bitterstoffe erklart Kennedy in der Coa-Sulat,on des Eiweissstoffes des Speichels durch das Glycyrrhizin. Die Gabe alstaes *mackscorrigenz ist 0,10 2-0,4, als ein den Auswurf beschränkender oder

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