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Erg.-Bd. (1884)
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Lncca.

sein könne, und endlich sei es unmöglich, an Rinde und Holz der betreffendenVegetabilien "Verletzungen aufzufinden, um es als Exsudat zu erkennen.

Arizona-Schellack, California-Schellack. Ersterer bedeckt die Zweige des Kreosotstrauches, Larrea Mexicana Moricand, einer im nord-westlichen Amerikahäufigen Zygophyllee. Dieses Harz scheint das Product des Coccus Lacca zusein, denn es bedeckt die Zweige des Strauches in dicken Krusten. Dass dieseWaare in den Handel komme, wurde angegeben. Wegen des Geruches ist diesesHarz nicht so zu verwenden wie Schellack, denn nach alten Nachrichten solldieser Geruch so stark sein, dass die Eingeborenen bei ihren Wanderungen durchwüste Gegenden einen Ballen des Harzes an einer Leine nach sich ziehen, umden Rückweg, dem hinterlassenen Gerüche folgend, wieder aufzufinden. D erCalifornia-Schellack wird auf der Acacia Grerjgii angetroffen. Die Zusam-mensetzung der beiden Harze soll mit derjenigen des Schellacks ziemlich überein-stimmen. Auch ein rother Farbstoff ist in den Harzen vorhanden, welcher sichbei dem Untertauchen der mit dem Harze incrustirten Zweige in kochendesWasser am Boden des Kessels wie Lackdye ansammelt, während das gesch« 10 ''zene und erweichte Harz in dem Wasser herumschwimmt (ph. Centralh. 1880,S. 221).

Prüfung. Den Schellack auf einen Gehalt des Harzes der Nadelhölzer z uprüfen, verwandelt man ihn in ein grobes Pulver, ttbergiesst ihn mit der 253y*fachen Menge gesättigter Boraxlösung und kocht 30 40 Minuten. Lactescirtdie hieraus folgende Lösung beim Erkalten oder auf Zusatz von etwas kalten*Wasser, so liegt auch eine Verfälschung mit fremden Harzen vor (Hager)- iePrüfung mit Benzol vergl. Handb. II, S. 330.

Das spec. Gewicht des reinen Schellacks ist 1,1431,145. Da Koloph° nund die Harze der Nadelhölzer speeifisch leichter sind, so lässt sich eine Ver-fälschung mit diesen Harzen auch durch Bestimmung des spec. Gewichtes nacB"weisen. Das spec. Gewicht des Kolophons ist 1,1121,120. Die Bestimmungdes spec. Gewicht erreicht man durch Schwimmenlassen in einer KochsalzlösungDer Schellack ist zu zerreiben, so dass er die Form kleiner Species hat. " aUmrühren muss einige Minuten dauern und geschieht mit einem Glasstabe, den

die Luftbläschen hängen den Schellackpartikeln kräftig an und erschweren

das

Experiment. Das spec. Gewicht des gebleichten Schellacks wurde zu 1,0521,056 gefunden. .

Gebleichter Schellack (Handb. II, S. 330) wird nach J. M. Edeb dadurchergestellt, dass man 100 Th. Schellack mittelst 40 Th. kryst. ^atriu^carbonats unter Kochung in 1500 Th. Wasser löst, colirt und mit einertrirten Lösung von 100 Th. 30-proc. Chlorkalk und 100120 Th. \ r ^V eNatriumcarbonat in 2000 Th. Wasser mischt. Nach 2 Tagen wirdFlüssigkeit nach und nach mit verdünnter Salzsäure versetzt, so lange ^eine Ausscheidung stattfindet. Das ausgeschiedene Harz wird alsbald auf em gegColatorium gesammelt, unter Umrühren mit Wasser ausgewaschen, dann in ^ el \Wasser eingetragen und darin geschmolzen, endlich wird ihm durch KneSeidenglanz gegeben. Sollte der Schellack einen gelblichen Farbenton zel | eD ' teIJlegt man ihn in filtrirte Chlornatronlösung und giebt ihm darauf durch Bürs^wiederum Seidenglanz. Dieser Schellack soll sich in Weingeist leicht lösen ^zur Erreichung dieses Zweckes ein Einweichen in Aether tiberflüssig sein. ^soll ferner etwas sprödere Ueberzüge geben als der mit Knochenkohle entta^Zur Erlangung einer klaren Lösung in Weingeist wird ein Zusatz von Kreiae ^ ^Gyps empfohlen. (DiNGLER's polyt. Journal, 1877, ph. Centralh. 1877, »