Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
Seite
637
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Lac. Labpriiparate.

Ö37

tabessenz zur Käsebereitung. Zehn frische, mit kaltem Wasser abgespülteKälbermagen werden mittelst Bleehlöffel3 durch Abschaben von der Schleim-hautmasse (der inneren Haut) befreit, die zusammengeschabte Masse (A) beiseitegestellt und mit circa 30 g Kochsalz bestreut. Auf die Magen wird nun eineMischung von 2 Lit. Wasser mit 1 Lit. (1,3 kg) reinem Glycerin aufgegossen,1 00g Kochsalz aufgestreut und unter öfterem Agitiren und Drücken mit einerWlzernen Keule 24 30 Stunden an einem Orte von circa 30° C. macerirt.Hierauf wird die Flüssigkeit abgegossen, auch der Rest derselben mittelst einesBlechlöffels von den Magen abschabend gesammelt. Dann werden die Magenmit 0,75 Lit. Wasser von 30° C. in der Weise abgespült, dass man einenMagen nach dem anderen mit diesem Wasser abschwäscht. Diese FlüssigkeitenVerden mit einander vermischt und mit einem Gemisch aus 0,5 Lit. Wasser,°>67 LH. 90proc. Weingeist und 0,5 Lit. Glycerin versetzt. Nun wird dieMasse A in einem geräumigen Napfe mittelst einer hölzernen Keule nach undna ch mit der Flüssigkeit vermischt, so dass in dieser die Masse A gehörig feinz ertheilt ist. Unter wiederholtem öfterem heftigem Agitiren lässt man 3 Tagestehen und colirt alsdann unter einigem Druck. Durch Absetzenlassen undHecanthation lässt sich diese conservirbare Labessenz klar machen. In der Zeit-schrift d. österr. Ap.-V. 1879 findet sich auch eine Vorschrift von Dr. W. Eug-Lr NG, welcher zur Klärung seiner Essenz Kaolin empfiehlt.

, labflüssigkeit, Soxulet's , ist haltbar und dauernd und von einer Wirkung vonAoooo oder 1 Th. auf 10000 Th. Milch. Man nimmt getrocknete Kälber-J" a gen, wenigstens seit 3 Monaten aufbewahrte, von denen man den faltenlosenTheil weggeschnitten hat. Zur Extraction übergiesst man je 100g Kälber-ma gen mit 1 Lit, Wasser und versetzt mit 50g Kochsalz und 40g Bor-düre, schüttelt öfter gut um und macerirt bei Zimmertemperatur und unteröfterem Umschiitteln 6 Tage hindurch. Nach dieser Zeit erhöht man den Koch-^alzgehalt der Flüssigkeit durch Zugabe von weiteren 50g Kochsalz und filtrirt

d «rchDurch

grosse doppelte Faltenfilter aus Filtrirpapier. Die Filtration geht langsam,ein einen ganzen Bogen grosses Filter tropft in 2 Tagen 1 Liter ab. Mehr

j 118 1,5 Liter lässt" sich durch ein Filter nicht filtriren. Von einem Liter verwende-ten Wassers sammelt man 800 CC. Filtrat, welches anfänglich eine Wirksamkeit!° n 1 :18000 zeigt. Rechnet man nach den Erfahrungen Soxulet's 30 Proc.Verlust an wirksamem Ferment bis zum Eintritte der Wirksamkeitsconstanz, sowaren die 800 CC. Filtrat durch Zugiessen von 200 CC. mit Borsäure gesättig-ter 10-proc. 'Kochsalzlösung auf ein Liter zu ergänzen, um eine Labflüssigkeitzu erhalten, die nach zweimonatlicher Lagerung ziemlich genau eine Wirkungv ° n 1 zu 10000 zeigt. Ein Liter dieser Flüssigkeit kommt auf 75 85 Pfen-^ge zu stehen. Will man Weingeist als Conservator benutzen, so sind 89Vo1 - Proc. davon erforderlich (Milchzeitung 1877).

f 0 ** La hpnlver soll in vielen Fällen die bei 25-30° C. getrocknete, mit Aether ent-iettete, unter Zusatz von Milchzucker gepulverte Schleimhaut des Labmagenshalber sein. Die

Pnlverlnc of Labextract, absolutes Milchverkiisungsmittel Grözinob*' 8 ^amv**<«) ist eine ähnliche Compositum. Soxhlet empfiehlt sc^ir den "» el ^eichen Theil des Labmagens zu diesem Pulver zu verwenden.

. Labpulver, Witte's, scheint ein dem Pepsin analoges Extract aus em ab-äsen zu sein.

a Iaetic taein mtt el gegen Migraine, ym^JS^JSSSS ft*J

, --, ..v>u;iib etwas AlunMark). (Hagee, Analjt.