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Erg.-Bd. (1884)
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561
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Hyoscyamus.

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Handel vor. Er stellte dieses Alkaloid rein dar und unterwarf das krystallisirteGolddoppelsalz desselben einer Analyse. Er giebt dem Alkaloid den Namenüyoscin, welchen früher das basische Zersetzungsproduct des Hyoscyaminsführte, das jetzt als Tropin erkannt worden ist. Das Hyoscin selbst war kry-stallinisch nicht zu erhalten. Es wirkt stark mydriatisch, mindestens ebensostark als Atropin. Stark mydriatisch wirkende Alkalo'ide sind also folgende:

1. Atropin, C 17 H 23 N0 3 , spartet in Tropasäure, C 9 H 10 O 3 , und Tropin, C 8 H 16 NO.

2. Hyoscyamin, C ]7 H 23 N0 3 , spaltet in Tropasäure, C 9 H 10 O 3 , und Tropin,^sHjjjNO.

3. Hyoscin, C 17 H 23 N0 3 , spaltet in Tropasäure, C 9 H 10 O 3 , und Pseudotropin,C 8H, 5 NO.

4. Homatropin, C 16 H 31 N0 3 , spaltet in Mandelsäure, C 8 H 8 0 3 , und Tropin,HH 15 NO.

Die bis jetzt bekannten in der Natur vorkommenden Mydriatica sind alsoübereinander isomer.

A. Ladenburg hat sich durch chemische Untersuchung des Atropins und^yoscyamins ein wesentliches Verdienst erworben, und findet sich in den Annalen° er Chemie, Band 206, eine ausführliche auch im Separatabdruck erschieneneAbhandlung, aus welcher Vorstehendes entnommen ist. Zur Unterscheidung des^yoscyamins vom Atropin findet sich in dieser Abhandlung folgende Uebersicht.Ule Chlorhydrate beider Alkalo'ide ergeben folgende Keactionen:

Hyoscyamin Atropin

sehr schnell zu Tafeln krystallinischer Nieder-

erstarrendes Oelweisser käsiger Nieder-schlagsofort entsteht ein krystallisirtes Perjodid

Pikrinsäure

Kalium

mercurijodid

Jodjodkalium(Kaliumjodojodid)

Mercurichlorid

in nicht zu verdünnter

Lösung ölige Absonderung,

zu Tafeln erstarrend

schlagweisser käsiger Nieder-schlagbraunes Oel, nach einigerZeit in Krystalle über-gehendin nicht zu verdünnterLösung ölige Absonderung,zu Tafeln erstarrendkaum eine Trübungkeine Veränderung.

Gallusgerbsäure geringe Trübung

Platinchlorid keine Veränderung

Hy»scyaminnm snlfnricnm, Hyoscyaminsnlfat, dargestellt aus dem amorPben Alkaloid, hat man in den Handel gebracht. Es zeichnet sich nur durch* ,lne leichte Löslichkeit in Wasser vor dem Hyoscyamin aus.(1) Massa pilularnm Hyoscyamicomposita.

Pilulae Hyoscyami compositae.

"fr Colocynthidum 22,0

Aloes 15,0

Extracti Hyoscyami

Extracti Conii ana 7,5.M .Fiant pilulae ducentae et quinqua-Pnta (250).

Dieses Eecept hat sicher keinen Sach-verständigen zum Autor und ist es nur~f 8hil 'b hier erwähnt, weil es auch inmehreren med.-pharmaceutischen Fachblät-Wrn Erwähnung fand.

H »ger, Pharm Praii«. Suppl.

(2) Mixtura antipnenmonitica Sendneb.

Mixtura antipleuritica Sendnek.Vf Kali nitrici 10,0

Natri salicylici 5,0

Extracti Hyoscyami 1,25.Solve in

Aquae Foeniculi 50,0

Infusi Liquiritiae radicis 200,0.D. S. Die ersten beiden Male Stund-lich nur einen schwachen, dann zweistünd-lich einen vollen Esslöffel zu nehmen.(Wenn die Schmerzen, das Stechen in derSeite, aufhören, so ist nur alle 26 Stundenein Esslöffel zu nehmen. Nach jedem Neh-men ist etwas Hafergrutzschleim nachzu-trinken.)

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