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Erg.-Bd. (1884)
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553
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Hydrastis. Hydrastin.

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stisches Mittel geschätzt und im Aufguss, als Tinctur und Extract bei Leiden desMagens, der Leber, der Nieren, bei typhösen Zuständen, Intermittens, Schwäche,Hautleiden jeder Art, Krebs, Pocken etc. äusserlich und innerlich gebraucht worden.Raffinesque legte der Wurzel narkotische Eigenschaften bei, welche sie imtrocknen Zustande wahrscheinlich nicht hat. Die getrocknete Wurzel giebt manin Mengen wie die Chinarinde.

Die trockne Wurzel soll stark verfälscht in den Handel kommen, so dassAre Anwendung fragliche Erfolge haben dürfte.

Extractum Hydrastis floidtm. 1000 Th. der kleingeschnittenen trock-en Blutwurzel werden in 1000 Th. Weingeist, 500 Th. destill. WasserUnd 200 Th. reinem Glycerin zwei Tage digerirt, nach dem Erkalten ineinem Deplacirtrichter gegeben und 800 Th. des Filtrats znrückgestellt. DurchA ufgiossen von GOproc. Weingeist sammelt man weiter circa 2000 Th. Filtrat,Reiches bis auf 150 Th. unter Destillation eingedampft mit dem ersten Filtrat(von 800 Th.), sowie mit 80 Th. Weingeist gemischt einige Tage beiseite ge-stellt und dann unter Decanthation colirt wird. Die Colatur betrage 1000 Th.i'nd werde in gut verstopfter Flasche vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrt.Ule Anwendung ist wie die der Tinctur, die Dosis aber nur ! / 5 i / i so gross.

Tinctnra Hydrastis (Canadcnsis). Die grobgepulverte WurzelVlr d mit der zweifachen Menge 90proc. Weingeist in einen Deplacirtrichtersegeben und nach zweitägiger Maceration mit soviel 60proc. Weingeist er-fehöpft, dass das Gewicht der Colatur das Fünffache des Gewichts der Wurzelbeträgt.

^ Tinctnra Hydrastis (Canadcnsis) radicis recentis. Die frische

urzel wird zerschnitten mit dem fünften Theile ihres Gewichtes 45proc.

eingeistes übergössen und dann ausgepresst. Der Pressrückstand wird

lederum mit der Hälfte seines Gewichtes 45proc. Weingeist durchmischt und

s gepresst. Die gemischten Colaturen werden mit so viel 90proc. Weingeist

eidiinnt, dass das Gewicht des Filtrats gleich ist dem Gewichte der in Arbeit

genommenen frischen Wurzel.

Für den äusserlichen Gebrauch wird diese und die vorerwähnte Tinctur miter 35 fa c h en Menge Wasser oder Branntwein gemischt. Innerlich giebt mane zu 152030 Tropfen einige Male täglich.

Hydrastina resinoides, Hydrastin (-ItcsinoTd). Die getrocknete WurzelWlr d grobgepulvert und mit 90proc. Weingeist extrahirt, der Auszug eingedampftund zu Pulver zerrieben. Es bildet ein gelbbraunes Pulver von bitterem Ge-^ehmack und der Beschaffenheit eines Harzes. Es enthält die Alkalo'ido und das«arz der Wurzel. Man giebt es zu 0,1 0,2 0,4 mehrmals täglich, wendet68 auch in Salben an.

_ Hydrastinum, Hydrastin (C 22 H 2 ,NO fi nach Mahla, C 22 H 23 NO 0 nach^RAvjt), das Alkalold aus der Wurzel von Hydrastis Canadensis. Zu seinerDarstellung erschöpft man nach Perrins die Wurzel mit kochendheissemWasser, dampft zur Extractdicke ein, extrahirt das Extract mit Weingeist,a estillirt vom Auszuge den Weingeist ab, versetzt dann den Destillationsrückstand"M Salpetersäure und stellt bei Seite. Nach einigen Tagen ist das Berberin-iiitrat abgeschieden. Die Mutterlauge neutralisirt man mit Aetzammon, beseitigt* a s sich hierbei ausgeschiedene Harz und fällt das Hydrastin (mit dem drittenA |kaloid) durch weiteren Ammonzusatz aus. Der rehfarbene Niederschlag wirdMittelst Kohle und Umkrystallisirens aus Weingeist gereinigt. Die trockne Wurzelsoll li/<,Proc. Hydrastin liefern. Es bildet vierseitige rhombische weissglänzende,