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Erg.-Bd. (1884)
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Hydrargyrum sulfuratuin. Hydrastis.

Zinnober mit der Salzsäure in dem zuvor mit Wasser verdünnten Filtrate Mercuri-chlorid nachweisen, lg Zinnober mit 50ccm concentrirter Salzsäure 6 Stundenhindurch bei 4550°C. digerirt, zersetzte sich in der Art, dass hiervon 24,23Proc. in Mercurichlorid und 54,37 Proc. in Mercurochlorid verwandelt wurden.Wurde unter denselben Umständen zur Hälfte mit Wasser verdünnte Salzsäureangewendet, so fand man im Filtrat noch 1,11 Proc. Hg, und bei einer mit 4Theilen Wasser verdünnten Salzsäure auch noch 0,11 Proc. Hg als HgCl 2 g e "löst. Nach 6stündiger kalter Digestion fanden sich im Filtrate vor and zwar:Bei concentrirter Salzsäure 5,34 Proc, bei zur Hälfte mit Wasser verdünnterSäure 0,13 Proc. und bei mit 4 Theilen Wasser verdünnter Säure noch deutlicheSpuren von Hg.

Ponsaelium, Cyanon, zwei neue Namen für zwei Quecksilberverbindungen,über welche Lewis Thompson (Chem. News 37) Folgendes berichtet. Beim Hin-durchleiten eines Schwefelkohlenstoff enthaltenden Leuchtgases durch eine Mer-curicyanidlösung oder beim Schütteln dieser Lösung, welche mit einem mehrfachenVolumen Aetzkalilauge versetzt ist, mit Schwefelkohlenstoff, erfolgt eine weisse,nach und nach in Braun, Grau und Schwarz übergehende Färbung und nach 1bis 2 Tagen setzt sich ein schön scharlachrother Niederschlag, das Ponsaelium»ab, welcher nur durch Königswasser gelöst werden kann. Seine Formel is*Hg 2 S 3 CH 2 . Der zuerst entstehende weisse Niederschlag, das Cyanon, explodirtbei einer Erhitzung bis zu 200°. Das Quecksilber in dieser Verbindung sollsich auch durch Kupfer ersetzen lassen und hält Thompson diese Kupferverbin-dung für die Ursache der Explosionen, welche nicht selten beim Ausbessern alterGasometer entstehen. Durch Waschen mit Schwefelammonium kann diese Ver-bindung zerstört werden.

Der Name Ponsaelium ist dem lateinischen Namen von Newcastle, dem 0« 8der Entdeckung jener Verbindungen, dem Pons Aelii entnommen.

Hydrastis.

Hydrastis Canadensis Linn. (Warneria Canadensis Miller, KanadischeWasserkraut, gelbes Blutkraut, yellow Pucoon), eine in Nordamerika, von Canadbis nach Carolina und Tenessee häufige Ranunculacee, der Gruppe der Anemoneeangehörend.

Radix Hydrastis (Canadensis), Gelbwnrz (Kanadische), Yellow root, "> e

frische und die getrocknete Wurzel. Das frische Rhizom ist sehr saftreich, g el1 ?'auf dem Bruch lactescirend, hin und her gebogen, knotig aufgeschwollen und Wzahlreichen fadenförmigen Wurzeln besetzt.

Sie enthält neben den unten erwähnten Alkalosen nach Lerchen's Unter-suchungen Eiweiss, Zucker, Extractivstoff und eine Säure, welche mit FerricHormeinen grünen Niederschlag giebt, sich aber gegen Chinaalkalo'ide und Leimlösungindifferent verhält, also keine Gerbsäure ist, ferner einen in heissem Aether lös-lichen fettig-harzigen, wenig gefärbten Stoff, ein in Weingeist lösliehes braune»bitteres Harz und eine sehr geringe Menge flüchtigen Oeles von unangenehmemGerüche. Die Alkalo'ide sind vorwiegend Berberin und Hydrastin neben einezurücktretenden Menge eines dritten Alkaloids. Diese Alkalo'ide fand HalE l 'erst im Jahre 1873. Das dritte unterwarf John C. Bukt einer näheren Untei-suchung (Archiv des Ph. 1876). .

Die Wurzel ist seit jeher als ein tonisches, antiperiodisches und antphloj,