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Erg.-Bd. (1884)
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Granatum. Punicinum.

setzen. Behufs totaler Ausfällung solle man die Flüssigkeit mit Ammon neutralmachen, den Niederschlag sammeln, auswaschen und trocknen.

Will man dieses Tannat in Lösung geben, so darf man nur einen geringenZusatz einer Säure, z. B. Citronensäure, machen.

Dujakdin-Baumez hat die Punicine als Tannat in 33 Fällen nur einmalohne Erfolg angewendet. Es erwiesen sich alle 4 Alkalo'ide wirksam, aber intoxischer Beziehung verschieden und zwar /?-Punicin am stärksten, y-Punicindagegen am schwächsten. Dem genannten Arzte scheint die Wirkung des Puni-cinsulfats derjenigen des Curare ähnlich zu sein. Nach jeder subcutanen Injectionvon 0,4 g des Tannats trat Schwindel und eine Congestion am Grunde des Augesein, welche Störung bei einzelnen Personen bald vorüberging, sich aber als einedeutlich zu erkennende einseitige Lähmung erwies. Man solle die Dosis von 0,3 gnicht überschreiten, weil D-B. damit immer einen Erfolg erzielte, Kindernjedoch solle man das Mittel gar nicht reichen. D.-B. schlägt vor,Punicinsufat a und y zu 0,3, das Tannat ebenfalls zu 0,3 in 30,0 Wasser zugeben. Man vergleiche auch die Notizen über Punicin in Nr. 46, 1880, derph. Ztg. von Th. Husemann. Die taenifugale Wirkung wird bezweifelt.

Punicinum tannatum, Punicinum s. Pellcticrinura tannienm, Punicintannat,Pcllctierintannat, eine Verbindung und Mischung aus 1,0 Punicin und 3,2 Gerb-säure, in Form eines grauen oder graugelblichen Pulvers, welche im natürlichenZustande in der Granatwurzelrinde vertreten ist. Für den Arzneigebrauch mischtman 1 Th. Puniein mit 3 Th. getrockneter Gallusgerbsäure. Es ist ein sonder-bares Vorgehen, aus der Rinde das an Gerbsäure gebundene Punicin mühsa« 1abzuscheiden, und es dann wieder mit Gerbsäure zu liiren, um es als Arznei"mittel brauchbar zu machen. In Deutschland erwies es sich unwirksam. DasPunicin ist durch Gerbsäure fällbar, aber im Ueberschuss der Gerbsäurelösung löslich-

Die Darstellung kann nun erfolgen nach den im Handb. Bd. II, S. 1341befindlichen Angaben oder auch nach folgenden Vorschriften:

1) Kleingeschnittene oder sehr grobgepulverte Rinde (1000 Th.) wir*zweimal mittelst der fünffachen Menge Wassers, welchem Oxalsäure (2°Th.) zugesetzt ist, durch Erhitzen bis zum Aufkochen, dann 3 stündige Digestionund schliessliches Auspressen extrahirt, der Auszug auf den dritten Tkei 1seines Volumens eingeengt, mit Kalkhydrat im Ueberschuss (150 Th.) ver 'mischt und nun mit Aether dreimal ausgeschüttelt. Chloroform kann auch g 6 "nommen werden, jedoch wird dasselbe theilweise zersetzt, und das Sammeln naendem Ausschütteln ist eine schwere Aufgabe. Der Aether wird abdestillirt, der RücK'stand mit verdünnter Schwefelsäure aufgenommen, filtrirt, das Filtrat tuAetznatron versetzt und nun mit Chloroform ausgeschüttelt, die chloroformige ''"'sung in ein tarirtes Glasschälchen gegeben, in welchem sich (nach Verarbeitungvon 1000g Rinde 6g) getrocknetes, in wenig absolutem Weingeist gelöstes Tan-nin befindet, bei gelinder Wärme eingetrocknet, gewogen und dann mit soyieTannin versetzt, so dass 1 Th. Punicin mit 3 Th. Tannin gemischt oderverbunden vorliegen. Ausbeute an diesem Tannat 810g aus 100<)g Rinde.Wird Schwefelsäure statt Oxalsäure genommen, so sind 50 Th. davon nöthigjder Kalkzusatz ist aber dann zu verdoppeln.

2) Weniger umständlich ist das folgende Verfahren. Es werden 1000 g d °kleingeschnittenen Rinde 2 mal mit je 3 Litern Wasser, welchem 40 g Kalkhyarund 50 g kryst. Soda zugesetzt sind, unter jedesmaliger eintägiger Maceration «*zuletzt unter Auspressen extrahirt, die Colaturen mit Aether ausgeschüttelt.Uebrigen verfährt man dann wie vorher angegeben.

BaMwurmkur nach Janssen. Die pharm. Zeitung (1878) theilte aus dem