Gelatina. Glyceringallerte.
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dere Sorte mit 7—8 Proc. Zink weiss versetzt angetroffen worden. Eine Tafel-bouillon enthielt 0,05 Proc. Cuprioxyd, welches möglicher Weise aus Versehen°der bei der Bereitung in kupfernen Gefässen hineingekommen sein mag.
Die Metalloxyde werden zum Theil von der Leimlösung in Lösung erhalten,y'e Verwendung solchen metallhaltigen Leimes zum Bestreichen der BackwaarenJ st vorgekommen. Die Sächsische Regierung hat daher die Verwendung des Rus-sischen Leimes für diesen Zweck untersagt. Die Zeitschrift „Gesundheit" 1879Demerkt dazu: „Die Zufügung genannter Metallverbindungen ist als eine schädlichef 1 älschung des Leimes anzusehen, — als eine Fälschung, welche der echte russischeJ^eim nicht ze igt. In Russland wird der Leim so fabricirt, dass man etwas Cal-^'umphosphat oder Kreide, oder am häufigsteu Knochenasche dem durchsichtigenKnochen- oder Hautleim, welcher sich durch grosse Bindekraft auszeichnet, bei-igt. Die deutschen Leimfabriken versuchen dieses Erzeugniss der russischenndustrie nachzuahmen, nehmen aber statt der unschädlichen Kalkverbindungen'eiweiss oder Zinkweiss als Beimischung. Es bleibe dahingestellt, ob dies voneu tschen Fabrikanten aus Unkenntniss geschieht, oder ob die schweren Metall-°^yde den leichteren Erden in betrügerischer Absicht vorgezogen werden, um dasGewicht der Waare künstlich zu erhöhen."
Leim als conservatorisches Menstruum (Morfit's Conservirungs-
er fahren). Es besteht dieses Verfahren darin, dass dem Nahrungsmittel Wasser
°glichst entzogen und dieses durch Leim oder Gelatine ersetzt wird. Zur Milch-
onservirung löst man 1kg Gelatine in 2 kg frischer Milch. Die gewonnene Gal-
tte wird eingetrocknet und in einer zweiten Portion Milch gelöst. Dies wird
ß'nige Male wiederholt, so dass jenes 1kg Gelatine die festen Bestaudtheile von
7~15kg Milch enthält. Fleisch wird oberflächlich getrocknet (halb gekocht)
mit Gelatine überzogen.
Gelatina glyccrinata (Ilandb. Bd. II, S. 14). Zu ihrer Darstellung werdenej Kochhitze 100 Th. feinster Gelatine in 400—500 Th. destill. Wasserdani dann mit 600— 700 Tn - reinem Glycerin (die grössere Menge, wenndam f r ' n n ' cllt genUg concontrirt ist ) gemischt und bis auf 800—900 Th. abge-Alri ^°^ s ' e zu Conservirungszwecken dienen, so muss alles Wasser durch
dampfen entfernt, und der Glycerinzusatz bis auf 1000 Th. vermehrt werden,v . ^yceringelatine als Consistenzmittel für arzneiliche Gelatinepräparate^estent aus 2 Th. reinster Gelatine, 10 — 12 Th. Glycerin und 1 Th. Wasser.m ! e ' a der Wasserbadwärme geschmolzene Masse wird mit dem Avzncistoff ge-sellt und entweder in Formen gegossen oder in für jeden Fall besonderer Weisej. ormt - Ein Apotheker Guosz (der Wohnort ist nicht bekannt) hat entsprechendei'zneiformen in den Handel gebracht.
• . e Präparate können mit einer Gerbsäureschicht überzogen werden, indem man
, ein " bis zweimal auf l / 2 Minute in eine dünne weingeistige Tanninlösung
ertaucht oder damit überstreicht. Formen dieser Art sind (nach Gitosz) Co-
r ^ ae ,(P lattc Kränze), Globuli vaginales, Bacilla nasalia (Bougies), Orbiculi
ii» ' ae et oblongae (als Ersatz der medicamentösen Tampons), Laminae gela-
°*oe (Gelatineplatten, 2mm dick, mit Arzneistoff gemischt zum Auflegen auf
Ami • Gesc,mür e)- Amylnitritkugeln sind Hohlkapseln mit 4 Tropfen
' m ylnitrit. Man sticht mit einer Nadel in die Hülle und atlimet den Dunst auf.
Gerbsäure und Tannate dürfen nicht mit Gelatinecompositionen gemischt
we rüen.
Gelatine kann auch durch Agar-Agar ersetzt werden (Decoct von 1 Agar-gar mit 25—30 Wasser und 5 Glycerin).
<5ereo 11 gelatinös! solubiles, Bacilla gelatinosa, lösliche Gelatine-Senk-