sonderen Geschmack besitzt. Diebenutzt werden. Das Tannin befin-det sich in dem Sarcocarp und kannhei der ausserordentlich geringenEntwicklung des letzteren nicht be-deutend sein. Eine Verwechselungm it Türkischen Galläpfeln ist nichtgut möglich, denn die Bomahniissesind schwarz und die Form ergiebtbei näherer Betrachtung eine Regel-mässigkeit, wie sie eine gleichsamaus drei Früchtchen zusammengesetzteFrucht nur haben kann. Wenndiese Früchte statt 3 Samenhätten, könnte man sie für Emblica-Myrobalanen halten.
N&t. G.
Fig. 69. Natal-Gallus. a eine ganze Frucht (einer En-
phorbiacee?}. b eine aufgesprungene, von-welcher eine
Klappe mit einem Samen ■weggenommen ist. "~
Samen der Frucht. Natürl. Grösse.
Gallae Tamaricis, Tamarisken-Gallen, Tamarix-Gallen, Taknts, die vorzugs-weise auf Tamarix orientalis Forskal (Tamarix articulata Vahl), einer inAe gypten, Arabien, Persien einheimischen Tamariske, vorkommenden Gallen.Diese bedecken oft den ganzen Baum. Sie sind pfefferkorn- bis haselnussgrossnr >d verschieden gestaltet, im Allgemeinen der Eiform sich nähernd, knollig oderfierenfdrmig, grobwarzig-runzlig, matt graubraun (wenn schmutzig), gewaschenhe U gelbbraun, braunroth oder purpurroth, gewöhnlich auf der einen Seite etwasan uers farbig als auf der entgegengesetzten, meist mit einem kreisrunden glatt-randigen Flugloche. Im Inneren sind sie lockerzellig, gelblichbraun oder bräun-llc hgrün, mit einer unregelmässigen Höhlung, welche mit Schimmelpilzresten ge-eilt ist. Der Gerbstoffgehalt beträgt 40—45 Proc.
Diese Gallen, auch die Gallen auf anderen Tamarisken werden innerlichUn d äusserlich gegen Hautkrankheiten, Flechten, Syphilis etc. gebraucht.
Buksitt's vegetabilische (lomposition, ein Antikcsselsteinmittel, ist ein Gemisch^on Soda, Eichenrinde und den Pulvern jener oben erwähnten billigen gerbstofi-haltigen Früchte mit etwas Isländischem Moose.
(1) Kemedium antidoticum stypticuni.
Antidotum alkalo'idium.
§" Jodi puri 5,0.
oolve digerendo in
T Spiritus Vini absoluti 20,0.
1 um admisce
Gallarum subtilissime pulveratarum100,0."Hxturae loco vix tepido siccatae admiscepulverem paratum e
Tartari depurati 10,0
Sacchari albi 35,0."• ad vitrum.Alt ? e * Vergiftungen mit Metallen oder
^VlKalo'iden. deren -nliliATfi Hp.7.ftip.liTillnp'
fehlt
alo'iden, deren nähere Bezeichnung-~t, zuerst 2, dann alle halbe Stunden1 lheelöffel mit Wasser zu nehmen (dochsollen 5 Theelöffel nicht überschrittenVerden).
(2) Spiritus thelorrhosticus.
Spiritus ad mammas. Brustwarzenspiritus.
Vf Gallae pulveratae 10,0
Acidi salicylici 0,5
Benzoes pulveratae 2,5
Olei Bergamottae guttas 3
Olei Sassafras guttas 5.In cueurbitam ingestis affunde
Spiritus Vini
Aquae Eosae ana 50,0.Mixturam saepius agitatam sepone perhoram unam, tum nitro.D. S. Härtungsgeist. (Täglich 1—2-mal dio Brustwarzen in den letzten zweiMonaten der Schwangerschaft zu bestrei-chen, um sie abzuhärten. Es kann dieseTinctur auch bei wunden BrustwarzenAnwendung finden.)