Galbanum ist von anderen Gummiharzen dadurch unterschieden, dass es«inige Stunden in Wasser eingeweicht und dann mit etwas Aetzammon versetzt eineblaue Fluorescenz entwickelt, welche durch Säuren wieder gehoben wird. Bei•Asa foetida soll diese Fluorescenz bedeutend schwächer sein. (The Pharmac.J ourn. and Transact. 1876.)
Die Reinigung der Gummiharze nach Angabe der Ph. Germ, ist be-anstandet worden und hat man den rationellen Modus, welcher von der Französi-schen Ph. angenommen ist, bevorzugt und empfohlen.
Gummi-resina Galbannm expnrgatnm Ph. Franco-Gallicae. 150 Th. des Gummi-harzes werden in einem tarirten Kessel mit 100 Th. Wasser übergössen undunter Umrühren bis zum Aufkochen erhitzt oder bis eine vollständige emulsiveFlüssigkeit entstanden ist. Alsdann wird soviel Weingeist dazugemischt, dass mitdem vorhandenen Wasser ein Weingeist von genau 0,914 spec. Gew. hervorgeht(33 Vol. Th. Wasser und 67 Vol. Th. Weingeist von 0,835 spee. Gew. ergeben einenWeingeist von 0,914 spec. Gewicht). Unter Umrühren, wenn nöthig unter Erwär-men, wird eine Lösung hergestellt, welche durch ein feinmaschiges Sieb oder durch'ocker gewebte Leinwand, wenn nöthig unter Pressung colirt wird. Die Colaturwir d nun soweit eingedampft, bis ein in kaltes Wasser fallen gelassener Tropfennach einigen Augenblicken eine knetbare, den Fingern nicht anhaftende Massearstellt. Dann wird die Masse in ein Gefäss gegossen.
Das Abdampfen des Weingeistes ist sehr gut im Dunstsammler zu bewerk-el 'igen. Dieser Art der Expurgation können auch unterworfen werden Ammonia-Cui n, Sagapenum, Asa foetida.
Mit vorstehendem Modus stimmt das von Eugen Dieterich empfohleneerfahren einigermaassen überein. 10kg des Gummiharzes werden in einemessel mit 2,5 Liter Weingeist Übergossen, unter Kneten im Dampfbade erwärmtnd da »n 12 Stunden beiseite gestellt. Hierauf wird wieder auf 40° C. er-armt und die Masse einige Stunden hindurch mittelst einer hölzernen Keuleuichknetet und durchmischt. Dann wird mit weiteren 2,5 Litern Weingeist ver-geht und die Masse in kleineren Portionen unter Reiben durch ein engmaschigesessmgsieb colirt. Der hierbei gesammelte Rückstand aus dem Siebe wird in den^essel zurückgebracht und eine halbe Stunde hindurch mit 2,5 L. Weingeist mitulte der Keule gerieben, um nochmals auf dem Siebe gesondert zu werden.k^K J6tZt bebende Rückstand ist, wenn aufmerksam gearbeitet wurde, nur wenig, end . un( * völlig werthlos. Die als Colatur gesammelte dickliche FlüssigkeitR r breiige Masse wird abgegossen und so lange abgedampft, als Weingeist-ampfe entweichen. Dieses gereinigte Gummiharz ist ein vorzügliches. Es kön-eu die in dieser Weise gereinigten Gummiharze von der Firma Eugen Diete-°H zu Helfenberg bei Dresden bezogen werden.
. E - DiETEiucii sammelte bei Galbanum 15 Proc. unbrauchbaren Rückstands'hi em Siebe, 3,6 Proe. Sand und andere Unreinigkeiten, welche durch das■eo hindurchgingen 75 Proc. reines Gummiharz. Der weitere Verlust betrug°> 4 Proc
, Galbanum findet jetzt nur noch selten eine innerliche Anwendung und auch1 nur in Verbindung mit anderen Arzneistonen gegen verschiedene Formen
^r Hysterie, Hypochondrie, Asthma, Angina pituitosa, stridulosa und verschiedene
»'venleiden.
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