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Fungus Seealis. Ergotina ration. parata.
soll nach ursprünglicher Angabe (Einige Versuchsreihen über das Mutterkorn vonDr. A. Wermch, Berlin 1874, Hirschwald's Verlag) ein trocknes Extract sein,wird aber in dickflüssiger Form in den Handel gebracht. Damit der Gehalt desExtractes ein sicherer und bestimmter sei, hat Hager eine Vorschrift zur Dar-stellung eines Fluid-Extracts gegeben. (Vergl. weiter unten.) Dass Wernich's Ex-tract als ein rationell dargestelltes aufzufassen sei, wurde vielseitig und wohlmit Recht bestritten. (Vergl. auch ph. Centralh. 1880, S. 114.)
Extractum Seealis cornuti fluidum, Fluid-Extract des Mutterkorns, ErgotinPostans. Nach Fostans (pharm. Journ. and Transact. 1878) werden 600 gfrisch gepulvertes Mutterkorn auf dem Deplacirwege nach vorheriger 7-tägiger Maceration mit einer Mischung aus 300g verd. Weingeist (circa0,890 spec. Gew.) und 150g Glycerin extrahirt, zuletzt unter Verdrängungmittelst Wassers, bis das Abtropfende färb- und geschmacklos ist. Das wässrigeFiltrat wird im Wasserbade eingedampft und mit der ersten Colatur vermischt,so dass aus der Misehung 600 g als Summe der Colatur erhalten werden. E 3soll dieses Präparat von den Aerzten mit vielem Erfolge angewendet worden sein-
Extractum Seealis cornuti flnidum Yvon, Ergotina Yvon. Das mittelst Schwe-felkohlenstoffs vom Fett befreite Mutterkornpulver wird vor Licht ge-schützt an der Luft getrocknet und dann mit kaltem Wasser, welches auf 100$Th. nur 4 Th. Weinsäure gelöst enthält, erschöpft. Der Auszug wird bi8zum Aufkochen erhitzt, behufs Coagulation der Albuminstoffe, dann im Wasser'bade bis Y3 seines Volumens eingedampft und nach dem Erkalten filtrirt, biei - 'auf, nachdem die Weinsäure mit reinem Calciumcarbonat abgestumpft i*>bis zur Syrupdicke eingedampft und mit 90proc. Weingeist vermischt. D* 3hieraus erlangte Filtrat wird mit Thierkohle möglichst entfärbt, bis zur Ver-flüchtigung des Weingeistes eingedampft, der Verdampfungsrückstand mit des*-Wasser gelöst, mit 0,15 Salicylsäure fiir je 100,0 in Arbeit genommenenMutterkornes und endlich mit soviel Wasser oder Kirsch lorbeerwasse'versetzt, dass das Gewicht der Flüssigkeit dem Gewicht des in Arbeit genommenenMutterkornes gleichkommt.
Dieses Fluid-Extract ist eine bernsteingelbe Flüssigkeit, welche sieh in kj el "nen Flaschen gut halten und mit den Alkalo'idreagentien reichliche Niederschlaggeben soll, auch nach Ansicht Yvon's das wirksame Princip des Mutterkorns re-präsentirt. Diese Ansicht theilen die Deutschen Physiologen und Chemiker nw n •
Extractum Seealis cornnti pnrifieati, Ergotina rationalitcr parata (Haae*)»rationell bereitetes Mntterkornextract. Dieses Extract unterscheidet sich wesentucvon dem Wernkiii' schon und zwar in sofern, als es nur ein Minimum Aschebestandtheile enthält, woran das Wernich'scIic Präparat aber sehr reich 1Dann hat es einen geringeren Einkaufspreis und ist auch weit wirksamer. _
Gröblieh gepulvertes Mutterkorn jüngster Ernte wird bei 25—^ 'getrocknet und 1000 Th. alsbald (ehe es Feuchtigkeit anzieht) in einem V 'drängungsapparat eingeschichtet und mittelst Aethers vom fetten Oele betre •Hierauf wird es mit 3000 Th. absolutem Weingeist in demselben Appai*erschöpft. Das noch weingeistig nasse Mutterkorn wird im Dunstsammler ^einer Wärme von circa 50° vom Weingeist befreit, hierauf mit 3000 Th. 50warmem destill. Wasser übergössen und durchmischt einen Tag bei egestellt, dann unter langsam verstärktem Auspressen colirt. Der Rückstandnochmals mit 1000 Th. lauwarmem destill. Wasser durchmischt und neinem Tage ausgepresst. , - lta
Die gemischten Colaturen werden bis auf 600 Vol.-Th. Rückstau aWasserbade eingedampft und erkaltet mit 835 Gew.-Th. oder 1000 Vol.-