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Erg.-Bd. (1884)
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Fungus Seealis.

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als auch bei der soeben bemerkten Depuration durch Destillation sammelte (dieDestillation im Dunstsammler bei 60 ° C. wäre allerdings zulässig und zweckmässig).Soll es zur subcutanen oder entoparenehymatischen Injection Verwendung finden,ß o ist seine Lösung stets zu filtriren.

Für den innerlichen Gebrauch eignet sich das Pulvis Secalis cornuti puri-ficatus, denn es hat eine sichere Wirkung und conservirt sich in dicht geschlos-senen Flaschen besonders gut.

In der TEiciiGRÄBER'schen Preisliste findet sich das vorhin erwähnte Extracta bisdepuratum aufgeführt, dann aber noch ein Extractum siecum cum Dex-trina, welches sicher nicht dem Pulvis Secalis cornuti purißcatus in der Wir-kung gleich kommen, auch wohl keine Verwendung finden dürfte.

Die Preislisten von Riedel und Teichgraeber führen ein Extr. bis depu-T <itum und dialysatum an. Der Arzt versteht unter beiden Namen gewöhnlich**ur das dialysirte oder WERNiCii'sche. Es dürfte der Apotheker auch keinUnrecht begehen, wenn er für das bis depurirte das WERNiCii'sche oder dialysirteauch fernerhin dispensirt. Auch im Handbuch der Arzneiverordnungslehre von^aldenburg und Simon ist Extractum bis purißcatum die Bezeichnung fürdas WERNiCH'sche Präparat.

Ueber Mutterkorn kreuzen sich die wunderbarsten Ansichten mit den grell-en Gegensätzen. Was der eine für allein wirksam hält, verwirft der andere" n d was dieser als unbrauchbar wegwirft, sammelt jener als Quintessenz. Mansjeift gewiss nicht fehl, wenn man das in 30proc. Weingeist gelöste, dann'Itrirte und bei gelinder Wärme wieder eingedampfte Extract der Ph. Germ,^ttandb. Bd. I, 1118) für ein gutes und wirksames Präparat hält.

. Arnal (Canst. Jahresb. 1848) behauptete z. B.: Frisches Mutterkorn sei

'cht wirksamer als altes und es muss, um recht wirksam zu werden, eine Zeit, an g aufbewahrt werden. Der giftige Bestandtheil sei weder in Aether nochln Wasser löslich.

. _ Betreffend die Werthbestimmung und die Erkennung des Mutterkornes

th i m Handbucn m - l > s - 1117 die Methode Jacoby's angegeben. Diese Me-

°de lässt sich colorimetrisch verwerthen. Dragendorff bestimmt den Werth

e 8 Mutterkornes aus dem Scleromucingehalt. Man extrahirt mit Wasser, be-seitigt etwa vorhandenes Fett mittelst Petroläthers, dunstet zur Syrupdicke einUnd vermischt mit einem gleichen Vol. Weingeist. Der Niederschlag wird mit4 5proc. Weingeist ausgewaschen, bei 120° getrocknet, gewogen und schliesslicheingeäschert. Das Gewicht des getrockneten Niederschlages minus Aschenmenge^giebt die Scleromucinmenge. Aus dem Filtrate vom Scleromucin soll man durchUngeist die Sclerotinsäure fällen und damit ähnlich wie mit dem Scleromucin

erfahren und auch ihre Menge berechnen.

Wekzell unterscheidet Ecbolin undErgotin, doch fanden Dragendorff

nd Blumenberg, dass beide Körper mit einander identisch sind.

Dragendorff hält zwei Stoffe an der Wirkung des Mutterkornes betheiligt.

r nennt dieselben Scleromucin und Sclerotinsäure, welche letzterein derirkung zu prävaliren scheint. Scleromucin ist eine schleimige Substanz, welche

ei der Extraction des Mutterkornes mit Wasser gelöst und aus dieser Lösungmn; 4045proc. Weingeist gefällt wird. Es ist ein Colloidsubstanz, löstsich getrocknet nur schlecht wieder in Wasser auf und hält hartnäckig dieAschenbestandtheile zurück. Es enthält Sackstoff, giebt aber keine Reactionen,welche auf die Natur eines Albuminoids, Alkalo'ids oder Glykosids schliessen

Dragendorff fand in 100 Th. Scleromucin ausser 8,26 FeuchtigkeitUnd 26,8 Asche, 29 Kohlenstoff, 6,44 Wasserstoff, 6,41 Stickstoff.