Ferrum sesquichloratuin.
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1)49. Nachdem sie mit der nöthigen Menge Salzsäure auf den chemisch neutralenStandpunkt gebracht war, zeigte sie ein spec. Gewicht von 1,464. Will mandiese Präparate zur Darstellung anderer verwenden, so ist der vorsichtige Labo-rant genöthigt, sowohl den Eisengehalt wie den Säuregohalt zu controliren. Würdeder Darsteller dieses Chlorides das von Haöee angegebene Verhalten dej ver-dünnten Lösung beachten — dieses Verhalten ist sowohl im Commentar wie im«andbuch Bd. I, S. 1050 angegeben — so würde er auch stets ein ziemlichneutrales Präparat zuwege bringen. Zur Bestimmung des Eisens und desChlors in dem Präparat dient folgendes Verfahren. 5,0 des Präparats werdenln einem gläsernen Gefäss mit senkrechter Seitenwandung, z. B. in einem Becher-glase mit gleichviel Wasser und doppelt soviel Aetzammon gemischt und einge-trocknet, dann nochmals mit circa 5 CC. Aetzammon befeuchtet und wieder ein-getrocknet, die Masse dann zerrieben, im Filter ausgewaschen und der Filterruck-stand getrocknet, geglüht und gewogen, das Filtrat aber im tarirten Beeherglase ein-getrocknet und gewogen. Die Menge des Ferrioxyds mit 0,7 multiplicirt ergiebtd| e darin enthaltene Menge Eisen an, mit 2,03125 multiplicirt die Menge desWasserleeren Ferrichlorids und mit 1,33125 multiplicirt erfährt man die MengeJ* es Chlors, welche zur Bildung von Ferrichlorid nöthig ist. Die Menge des•"ocknen Ammoniumchlorids mit 0,66356 multiplicirt ergiebt die Menge des darinenthaltenen Chlors.
p Diese Analyse ist eine sehr leichte und umstandslose, nur hat man dasnloresciren der Ammoniumchloridlösung über die Gefässwandung hinweg zurück-zuhalten.
Wer mit volumetrischen Gerätschaften versehen ist, wird Eisen und Chlor
olunietrisch bestimmen oder auch kurzer auf dem statmethometrischen Wege
en Zweck erreichen. In Betreff der volumetrischen Bestimmung bat E. Mtlius,
H • ^tg. 1879, Nr. 72 wohl zu beachtende Anweisungen gegeben, besonders dass
,'' fitrirung des Säuregehaltes mit Natronlange die Eisenlösung stark ver-
dünntSilb,
sein muss und auch ein Alkaliüberschuss nothwendig ist. Will man mitomitrat das Chlor bestimmen, so ist nach Myiaits eine zuvorige Fällung desens durch Zinkoxyd oder Magnesia erforderlich.
Da es bei der Prüfung des Ferrichlorids für pharmaceutische Zwecke auftoe äusserste Genauigkeit ankommt, so genügt die acidimetrisch-stathracthome-wcne Prüfung, und ist das betreffende Normalalkali bis zur deutlichen alkalischenKeact.on zuzusetzen.
Re Um .^ reio Salzsäure in der Ferrichloridlösung nachzuweisen, empfiehlt
j-T? ^ ne 1 Proc. Carbolsäurelösung, welche eine chemisch neutrale Ferrichlorid-
n. l881 f. * amet hystblau färbt, welche Farbe später in Braun übergeht. Ist in
or kisenflüssigkoit nur eine Spur freier Salzsäure gegenwärtig, so ist die Farbe
e grünliche oder bei viel freier Säure tritt gar keine Farbe auf.
Wirkung und Anwendung. Ferrichlorid ist das wichtigste und wirk-aruste Eisensalz und ein nicht giftiges Haemostaticum, Antiseptikump . Anti zymoticum. Es ersetzt und übertrifft alle Präparate, welchen einejpisenwirkung zukommt. Um es in eine Form überzuführen, in welcher es sichen!, i i Und be( l uem nehmen lässt und es auch Kindern gegeben werden kann,pn.ehlt sich die Mischung mit Milch und Glycerin, welches letztere als Zwischen-titel dient, um eine momentane Coagulation der Milch zu vermeiden (vergl..nten Glycerina ferrichloridata). In Pillen lässt es sich sehr leicht unterbringen,ae m man es mit Ferrum hydricum mischt
Ammonium chloratum ferratum fand Finzelbeeg vortrefflich wirksam bei Darm-WHrwache, habituellem Durchfall.
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