Duboisia. Duboisin.
2 unteren Lappen sind schmäler, die 3 oberen breiter, von denen der mittleregrösser als die beiden anstossenden sind. Die 4 Staubgefässe sind dem unterenTheile der Blumenkrone angewachsen und didynamisch. Der Staubfaden ist ander Basis verbreitert, der Staubbeutel nierenförmig. Der oberständige, eiförmige,zweifächerige Fruchtknoten ist von einer etwas hervorragenden Scheibe umgeben, derzylindrische Griffel ist an der Spitze dünner und läuft in eine fast ungetheilto Narbeaus. Jedes Fach des Fruchtknotens enthält 12 dicht aneinanderliegende anatropeLiehen. Die Frucht ist erbsengross, kugelig, schwarz, zweifächerig, am Grunde■vom bleibenden Kelche eingeschlossen und mit einer aus der Griffelbasis gebil-deten Spitze gekrönt. Die Frucht enthält 4—6 längliche, nierenförmige, braune,iietzadrige Samen. Die harte brüchige Samenschale schliesst einen Kern ein,dessen Albumen einen axialständigen, cylindrischen, bogig gekrümmten Embryomi t einem gegen das dünnere Ende des Kerns gerichteten Würzelchen umschliesst.
•{• Folia Bnboisiae. Die vom blühenden Strauche gesammelten, getrocknetenBlätter. Sie sind 9 — 14 Ctm. lang, in der Mitte 1,4—2 Ctm. breit, sehr kurzgestielt, einfach, lanzettförmig, ganzrandig, an der Spitze abgestumpft, an derBasis sich verschmälernd in den Blattstiel verlaufend, so dass dieser schmalgeflügelt erscheint. Beide Blattflächen sind kahl und glatt. Der Mittclnerv istwenig hervorstehend, die Nervzwoige sind abwechselnd, fein und undeutlichverlaufend.
*fExtraetum Duboisiae, das mittelst verdünnton Weingeistes aus den trock-nen Blättern dargestellte Extract. Sein wirksamer Bestandteil ist Duboisin, vonWelchem es nach van Emden circa 3,5 Proc. enthält und welches als Hyoscyaminer kannt ist.
Die Wirkung des Extracts nähert sich der des Belladonnaextract. Nach Ern-ährung in den Magen folgt Trockenheit im Munde, Kopfschmerz, Sckläfrigkeit,p C .j We ' ss absonderung. Seine Anwendung geschah von einigen Aerzten in denalle n, in welchen Atropin indicirt war. Seit Darstellung des Duboisins kommtes wohl nicht mehr in Anwendung.
j } A% Duboisinum, Duboisin (C 17 H 23 N0 3 = 289), das Alkalotä aus derw" °? sia myoporoides, welches dieselbe mydriatische, nur intensivere Wirkung
Ie Atropin haben soll; jedoch von Ladenburg (Kiel) und G. Meyer mit dem
yoseyamin und Daturin identisch, und dem Atropin isomer befunden wurde,in T> DENBUEG untersuchte das Duboisin, welches er aus der Fabrik von Merk° Uarmstadt bezogen hatte. Dasselbe stellte eine braune hygroskopische Masse
ar - Beim Versetzen der wässrigen Lösung mit Kaliumcarbonat schied es in Form•jmes Oels aus. Er stellte damit die Verbindung mit Aurichlorid her, welcheäelbe Zusammensetzung wie das entsprochende Hyoscyaminsalz hatte, wie dieseshei 1590 c_ schmolz. Das aus diesem Salze abgeschiedene reine Alkalo'ide dieselbe elementare Zusammensetzung wie Hyoscyamin, auch die Reactionen
ar e n dieselben. Aus der verdünnten salzsauren Lösung schied Pikrinsäure einen^ähnlichen Niederschlag ab, welcher alsbald zu regelmässigen Tafeln erstarrte.
atmchlorid erzeugte keinen Niederschlag. Jodjodkalium bewirkte einen krystal-"uachen Niederschlag. Durch Gerbsäure entstand nur eine geringe Trübung,
ureh Kaliummercurijodid ein amorpher Niederschlag,tih ■ ieS ° Rcaction en stimmen mit denen von Gerhard angegebenen nicht völlig«öerein und möchte man annehmen, dass die von beiden Chemikern untersuchtenA1 kaloide zwei Modifikationen des Duboisins (Hyoscyamins) gewesen sein könnten.. Gerrard stellte das Alkalo'id aus dem Extracte dar, indem er von demyemgeistigen Auszuge des Extracts den Weingeist durch Destillation sonderte,
ei i Rückstand mit etwas Wasser mischte, mit Ammon übersättigte und mit
auch
hatti