Curara.
391
Curara.
Folgende Gewächse sollen in der Rinde, dem Splint und der Wurzel Materialzur Darstellung des Curare liefern:
Strychnos Oabalonga, welche Nux vomica Chiaspajensis liefert.
Strychnos cogens Bentham in Guiatta,
Strychnos Castelnauana s. Castelnaeana s. Castelnaea Weddell (nachden Forschungen Castelnau's) an den Ufern des Amazonenstromes einheimisch.
Strychnos Gujanensis Maktius (Rouhamon Gujanensis Aublier) inwasilien und Guiana einheimisch.
Strychnos toxifera Schomburgk in don Gegenden am Amazonenstromehäufig.
Strychnos triplinercia, häufig um Rio de Janeiro, ist baumartig, nichtWetternd und hat ovale unbehaarte, dreinervige Blätter, zu Trugdolden vereinigteBjttthen, lanzettförmige Kelchblätter, eine röhrige Corolle. Nur die Rinde liefertein Curare-ähnliches Extract.
Strychnos Gubleri Plancuon in der Gegend von Rio Negro (Südamerika).
Strychnos Creoauxii Plancuon, ein 40—45 m hohes Gewächs im Französi-schen Ober-Guiana.
Strychnos rubiginosa und
Strychnos Yapurensis Planchon, am Yapura (Südamerika) einheimisch.Strychnos Melinoniana Baillon, mit nicht klimmendem Stamme.Sophora tomonfosa Linn. (Anticholerica Rumph), filziger Schnurstrauch,l ,: >s bidji and Sophora speciosa, auf Ceylon, Java, den Molukken einheimischeai. ,. oreen (Papilionaceen) liefern vielleicht auch Material zu einem dem Curare•uinliPhen Mittel. Von H. C. Wood wurde aus den Samen, welche die Ein-™ °f? nen a ^ 8 Berauschungsmittcl gebrauchen, eine alkaloidische Substanz ab-e sc,neden, welche in der Wirkung mit Curare viel Aehnlichkeit zeigte.
Thcüictrum macrocarpum. In der Wurzel desselben fanden Hanuiot und? A p 8ENS einen krystallinisclu n Körper, Thalictrin, welcher toxische Eigen-tten wie Curare besitzt (Bull. Par 32, 610).Coccuhis toxiferus Weddell kommt mit Strychnos Castelnauana am oberenmazonengtrome vor und wird bei der Cnrarebereitung gebraucht.
Dass auch Paullinia CururulAHN. zur Curarebereitung Verwendung finde,demt eine irrthiimliche Angabe zu sein.
Ausführliche Berichte über Curare linden sich in der pharm. Ztg. 1880,CTr - 66, 71 und im Repert. de Pharm, par Lebaigne 1880, Heft 2.
Das Dunkel, welches auf dem Curare in Beziehung der Darstellung und des
orkommens desselben lagert, ist durch den Deutschen Botaniker Dr. Richard
„uiomisurck ( Dire ctor der botanischen Gürten zu Adelaide, der Hauptstadt Süd-
u straliens) einigermaassen gelichtet, insofern dieser Forscher dem Vorgänge bei
er Darstellung durch einen Eingeborenen beizuwohnen Gelegenheit fand. Die
arstelllung selbst gilt als eine heilige Handlung. Zur Verwendung kamen unter
anderen Rinden von vier verschiedenen Strychnos-Arten (z. B. Strychnos toxi-
Jera ■Schomburgk b. Str. Schomburgkii Klotzsch, Str. cogens Bentham etc.),
' "' Wurzel einer Cissus-ktt, Holzstückchen einer Xanthoxylee. Diese Substanzen
"™ en zerstossen und ausgekocht, aber auch der Einwirkung des Sonnenlichts
änrend der Auskochung Raum gegeben. Das Produkt war ein sehr giftiges, denn