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Cacao. Prüfung u. Untersuchung.
Jodlösung zu versetzen, um die Form der Stärkemehlkörnchen zu erkennen.Letztere sind ungemein klein, meist rund oder oval, nur selten nierenförmigoder dreieckig.
Die Gewebeelemente der Cacaobohne und der Schalen sind eigenthümliche,daher lassen sich fremde Substanzen leicht erkennen. Zunächst sind zu be-merken die verlängerten, cylindrischen, keulenförmigen oder spindelförmigen, andem einen Ende zuweilen getheilte, durch Querscheidewände, auch wohl durchLängsscheidewände geschichtete Schläuche, die sogenannten Mitscherlich'scIk'iiKörperchen, ferner die braunen vieleckigen Zellen der Keimlappen, welche die minu-tiösen Stärkemehlkörperchen einschliessen, und endlich die mit einem rothbraunenFarbstoff gefüllten Zellen. Mitunter, jedoch nur höchst selten, sieht man auchkleine prismatische Krystalle, vielleicht Theobrominkrystalle, zwischen den Trüm-mern des Zellgewebes.
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Fig. 7. m Schläuche derinneren Samenhaut oderMitscherlich'sche K*u-perchen, k Theobromin-krystalle (120=150 facheVergr.).
Fig. i .K s Stärkemehlführende, J Farbstoffführende Zellen der Krum-lappen (150 fache Vergr.).
Fig. 8. Kakaomasse, k Kakaostärkemehl, m Mit-scherlich'sche Körperchen.
Der Farbstoff wird durch verdünnte Schwefelsäure mit blutrother, durchEssigsäure mit violetter Farbe gelöst. Stark verdünnte Ferrichloridfliissigkeittingirt blau, jedoch nicht bei allen Kakaosorten.
Bestimmung der Asche. Diese beträgt durchschnittlich 3 Proc, niemalsüber 5 Proc. Sie besteht aus circa 50 Proc. Kali und Natron, 2 Proc. Kalk-erde, 30—40 Proc. Phosphorsäure, Spuren Magnesia, Chlor, Kieselsäure, 3—5 Proc. Schwefelsäure. Sie ist in verdünnter Essigsäure fast ganz löslich.
Bestimmung des Fettes. Man zerreibt in einem Mörser mit Ausguss 10 gder Masse mit Benzol oder Aether und filtrirt durch Papier im bedeckten Trichter,oder man sammelt das Fett, welches beim Kochen der Masse mit Wasser sichabscheidet, von der erkalteten Flüssigkeitsschicht, trocknet es, löst es in Benzol,filtrirt und dampft das Lösungsmittel ab. 8 Th, des Fettes sowohl in 9 Th.Aether, als auch in 2 Th. Benzol gelöst, ergeben klare Lösungen, welche auchnach eintägigem Stehen an einem kalten Orte weder wolkige Trübungen nochüberhaupt Ausscheidungen ergeben, wenn ein reines Kakaoöl vorliegt. Der Fett-gehalt der Kakaosamen beträgt 47—52 Proc. Als Durchschnittsgehalt können,wie schon oben angegeben ist, 50 Proc. angenommen werden.
Bestimmung des Extractgehaltes. Liegt Kakaomasse ohne Beimischung vor,so wird die Masse (z. B. 10 g) fein gepulvert, mit der 10 fachen Menge kaltem