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Erg.-Bd. (1884)
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Butyrum. Prüfung der Butter.

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E. Reichabdt (Jena) hat in Bezug zur HEHNEn'schen Methode eine ziemlichlange Reihe von Analysen anstellen lassen, z. B. 9 verschiedene Butterproben, dieverschiedenen Oele und Fette des Handels, dann Mischungen von Butter mitSchweinefett in verschiedenen Verhältnissen (Arch. d. Pharm. 3. 12, 128). DerGehalt an in Wasser nicht löslichen oder nicht flüchtigen Fettsäuren betrug hier-nach in

Kuhbutter . . 85,70-87,92 Proc.

Kuhbutter ..... 88 02

Rmds talg 1 ......94,07

n .. » U......93,83 .,

ba nsefett. 95 47

Schweinefett.....95,58 .

Mohnöl . . 95 97

Mandelöl ......94,02

R üböl .......96,03

Olivenöl......94,03

Leberthran.....93,87 Proc.

Palmöl 1 ......86,20

II ......86,08

Butter (mit 85,73 Proc. nicht flüchtigerFettsäuren) gemischt mit10 Proc. Schweinefett . 87,36 Proc.20

33,3 .,

50,0

89,05

:;

88,90

;>

89,21

n

90,65

»

Werden in der Kuhbutter 89 Proc. als grösster Gehalt jener Fettsäurenangenommen, so ergiebt sich, dass mit der HEHNEK'schen Methode eine Bei-mischung von Schweinefett bis zu 25 Proc. hinauf nicht erkannt werden kann,B nd be t den Mischungen mit mehr denn 25 Proc. Schweinefett berechnen sichaie Zusätze immer auf ein weit geringeres Quantum, bei 33,3 Proc. Fett nur^,623 Proc, bei 50 Proc. Fett nur 40 Proc.

Kuhbutter mit 86,80 Proc. nicht flüchtiger Fettsäuren gemischt mit10 Proc. Talg ergab nicht flüchtige Fettsäuren 87,88 Proc.o 0 .. " " " » » n 88,44

d y n n n 89,92

T 1 -*, *" ei ' gab die HEHNEK ' scue Methode eine Beimischung bis zu 23 Proc.ag nicht an, und lässt man die 89 Proc. als höchste Menge in der Butter

w S °n Wäre noch der Zusatz von 83 > 3 Proc - Tal & nicht z " erkennen.89 7*p Fleis Chmann und P. Vietii fanden 85,79 Proc. als Minimalgehalt und

,<ci Proc. als Maximalgehalt jener Fettsäuren in der Knhbntter.

de d 1 ? G^ n S a ^ en dienen als Antwort auf eine in öffentlichen Blättern zu fin-

Cent 6 lh^ 6 Hehner ' s g e «' <m Hagek, weichet in No. 4, 1878 der pharm.

ein' *W ^ laut freienden Verherrlichungen der 11 1:1 ixiui'schen Methode durch

ige .Neulinge in der praktischen Chemie als Aeusserungen der Einfalt hingestellt

e - Diesen Umstand hatte Hehneb. natürlich sehr übel aufgenommen und

th"!'i ^ anZ etwas anderes unterbreitet, als der wahre Zweck des HAGEB'schen Ur-

ei ^ s War - Die HEHNEit'sche Methode ist sicher eine solche, welche sich selbst

pnehlt, aber noch ist sie nicht die alleinig beste und sicherste. Bei Butter-

11 wsueliuiigen müssten mindestens drei Proben verschiedener Art

r Ausführung kommen, wenn Irrthum ausgeschlossen bleiben soll.

E. Reictiekt's Prüfungsmethode, modificirte HEHNER'sche Methode (Ztschr.ur anal. Ch. 1879) besteht in der Bestimmung der flüchtigen Fettsäuren derutter, welche Fettsäuren durch Destillation gesondert und aeidimetrisch be-stimmt werden.

Eine gewisse Menge des Butterfettes wird verseift, dann in einer bestimmtenMenge Wasser gelöst, mit Schwefelsäure zerlegt, nun der Destillation unter-worfen bis zur Erlangung einer bestimmten Menge Destillat und dieses mitNormalnatron titrirt.

. 2 >5 g wasserfreies reines Fett werden in einem 150 CC. fassenden Kolbenmit 1,0 g Kalihydrat und 20 CC. 80 proc. Weingeist unter Erwärmen im Wasser-