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Bismtithum oleinic, oxyd. hydric, tannic.
Bismnthum olei'nicura, Wismnthseife, wird durch Mischung und Erwärmenim Wasserbade aus 50,0 Wismuthoxydhydrat und 200,0 Oelsäure dar-gestellt. Eine salbenartige Mischung, welche in Stelle der Bleisalbe und beiExanthemen Anwendung findet (Betty).
Bismnthum oxydatnm hvdrieuin, Bismnthum hydroxydicum, Wismnthhydrat,Wismuthhydroxyd (Bi0 3 ,HO oder BiH0 2 = 243). Das Bismuthmetall des Handels,100 Tb.., wird in zerstossener Form nach und nach in die 4 fache Menge reinerSalpetersäure von 1,185 spec. Gew., welche im Wasserbade erhitzt ist, einge-tragen. Wäre volle Lösung eingetreten, so giebt man noch etwas Metall hinzu,bis bei fortgesetzter Erhitzung Lösung nicht mehr stattfindet und ein geringerweisslicher oder bräunlichgrauer Bodensatz sich ansammelt. Nach weitererhalbstündiger Erhitzung in der Wärme des Wasserbades Iässt man die Flüssig-keit absetzen und decanthirt sie noch warm unter Durchgiessen durch ein Bäusch-chen Glaswolle. Das klare Decanthat resp. Filtat wird nun unter Umrühren in400 Th. lOproc. Aetzammon, welche mit einem 4—5 fachen Volumen destill.Wassers verdünnt sind, gegossen, die Mischung einige Male umgerührt und zumAbsetzen bei Seite gestellt. Die klare Flüssigkeit wird abgegossen und derBodensatz mit destillirtem Wasser vermischt, in einem leinenen Colatorium ge-sammelt und mit destillirtem Wasser ausgewaschen. Hierauf wird der Nieder-schlag in ein gläsernes oder porcellanenes Gefäss übertragen und mit 50 Th.conc. Aetznatronlauge, welche mit 225 Th. destill. Wasser verdünnt ist, odermit 275—300 Th. einer 5 Proc. Kaliumoxyd haltenden Lauge gemischt, eineStunde digerirt, hierauf mit einem gleichen Volumen destill. Wasser durchmischt,nun der Bodensatz in einem leinenen Colatorium gesammelt, mit warmem destill-Wasser gut ausgewaschen und endlich ausgetrocknet. Auf diese Weise werdenEisen, Zink, Blei, Kupfer, Antimon, Arsen, Selen, Tellur etc. vollständig be-seitigt. Der Bodensatz in der salpetersauren Lösung enthält Eisen, Antimon,Arsen im oxydirten unlöslichen Zustande. Wäre diese Lösung gelblich gefärbt,so ist eine längere Erhitzung bis zum Aufkochen nöthig, um das Eisenoxyd un-löslich zu machen. Nothwendig ist die Beseitigung dieses Bodensatzes und kannman denselben nach dem Decanthiren auch in einem Papierfilter sammeln undmit etwas Salpetersäure von 1,180—1,185 spec. Gewicht auswaschen. DieFällung mit überschüssigem Ammon bezweckt die Beseitigung von Silber, Kupfer,Nickel, Arsen, Selen, Tellur und die Behandlung mit Aetzalkali die Beseitigungvon Zink, Blei und den Resten von Arsen etc. Wesentlich ist die Anwendungeines eisenfreien Wassers (Hager).
Dieses Wismuthhydroxyd bildet ein rein weisses Pulver und dient zur Dar-stellung reiner Wismuthpräparate.
Bismuthum tannienm wird besonders bei Diarrhoe der Kinder empfohlen,welche den Tag über 1—2 g vertragen. Im Handbuche ist die Dosis doppelt sogross wie vom Subnitrat angegeben.
Liquor Bismuthi tartarici natricus ist in Stelle des Liq. B. tartaric. kalicus(Handb. I, 609) zu setzen und als Reagens anzuwenden. In Stelle der Aetz-kalilauge ist Natronlauge zu verwenden. Die Lösung erfolgt leichter undschneller und dieselbe hält sich besser. Sie dient zum Glykose-Nachweis.(1) Mixtura antidiarrhoica bismnthiea. Mixtis adde
fy Bismuthi tannici 3,0Gummi Arabici 10,0Tuberis Salep 1,0.
Aquae Cinnamomi 100,0Syrupi Sacchari 50,0. „ ,,
D. S. Umgeschilttelt 2 — 3 stUndlid 1einen Esslöffel (Kindern </ 2 Esslöffel).