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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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Tubera Jalapae. Jalapenwurzel.

Die knollig verdickten Nebenwurzeln von Exogonium Purga.Die Wurzelzweige und die schlanke Wurzelspitze sind grössten-teils entfernt; ihre Bruchnarben sind zu erkennen. Die dunkel,braune Obei fläche der Droge ist durch kurze, quergestreckteLenticellen gezeichnet. Die Querbruchfläche, welche matt undweisslich erscheint, wenn das Stärkemehl der Droge nicht ver-quollen ist, harzig und dunkelbraun, wenn die Droge bei höhererTemperatur getrocknet wurde, ist durch zahlreiche, konzentrische,dunklere Linien oder durch kleine, unregelmassig verteilteKreisliuien gezeichnet, von anomalen Kambien herrührend,welche (iefässstränge nach innen, Siebstränge sowie Sekret-zellen nach aussen abscheiden.

Jalapenwurzel schmeckt fade und kratzend.

100 Teile Jalapenwurzel sollen, in der bei Resinat Jalapaeangegebenen Weise geprüft, mindestens 9 Teile .lalapenharzenthalten.

Vorsichtig aufzubewahren.

Radix Jalapae. .1 alapenknolle. Vrai jalap. Jalap iube'reux. Jalap.

Slammp/lanze: Exogonium Purga Benth. (Iponioea Purga HayneC'onvoh iilus l'urga Wenderoth.) Farn. Convolvulaceen.

Eine Schlingpflanze in den feuchten Wäldern der östlichen Abhängeder mexikanischen Anden. Ihre Knollen werden häufig über Feuer oderin heisser Asche getrocknet, die grösseren vorher gespalten. Man bringtsie über Jalapa nach Vera-Cruz in den Handel.

Zur Beschreibung: Die Knollen sind angeschwollene, mit Beserve-Stoffen erfüllte Teile'der Nebenwurzeln. Sie sind meist von birnförmiger«.estalt oder etwas verlängert, von weniger als 1 cm Durchmesser bisüber faustgross und dann bis gegen 200p schwer. Sie laufen meisteneine kurze Spitze aus und tragen am oberen Ende kurze, nur wenigeMillimeter dicke Stengelreste. Die kleinen kugeligen Knollen stammenvon den Ausläufern, die birnförmigen oder deren Längsstücke von denllauptknnllen. Sie sind ziemlich schwer. Ihre graubraune, runzelige,höckerige, mit Lenticellen versehene Oberfläche zeigt weder Blattnarbennoch Nebenwurzeln. Das sehr dichte Gewebe bricht glatt, je nach derMethode des Trocknens mehlig oder hornartig, aber nie bolzig nochfaserig. Besonders die in der' Hitze getrockneten Knollen zeigen einenhornartigen, oft mos. heiigen Bruch, da, in diesem Falle die Stärkekörnerverkleistert sind. Auf dem weisslielien oder graubräunlichen Querschnittesind dunkle llarzzellen in konzentrischen Schichten zu erkennen welchenicht, durch strahlenförmige (icfässlmndel unterbrochen sind. JalapcnUollcn schmecken fade, dann kratzend und riechen oft rauchartig.

Mikroskopische» Bild und Entwicklung der Knolle: Die 1 Hanze treiDiunterirdische Ausläufer, die in kurzen Abständen seitliche Knospcliennebst einem sclmpponförmigen Stützblatt bilden, an dessen Seite sienbald eine zunächst schlanke Nebenwurzel entwickelt, die später m itireinoberen Teile Reservestoffo speichert und infolgedessen zur Knolle wira.