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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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Die junge schlanke Wurzel besitzt den normalen Bau einer tetrarckenDicotyledonenwurzel, welcher sich übrigens an dein unteren spitzen Endewenig verdickter Knollen noch nachweisen lässt. Unter der Korksehichtsolcher Wurzeln liegen 3—4 Lagen primäres Parenchym an dessen Innenseitedie einschichtige Endodermis grenzt,deren nieist dünnwandige Zellen schwachverkorkt sind. Innerhalb der Endodermis rinden sieh frühzeitig sekundäreKinde...... I sekundäres Holz; beide werden von dem normalen, ge-schlossenen, den ganzen llolzteil unigebenden Kambiumring gebildet. Inder Rinde finden sich ausser den Siebröhren zahlreiche Sekretbehälter,sowie häufig Zellen mit Oxalatdrusen. Die in ziemlieh regelmässigenKreisen angeordneten (SefäsSfctränge bestehen nur aus einem oder wenigenGelassen und Tracheiden. Die Wurzel bezw. Knolle bildet demnach keineeigentlichen Xylein- bezw. Phloemstränge.

An den dickeren Knollenteilen ist die primäre Rinde und die Endo-dermis abgestossen, sodass die Korkschicht direkt die sekundäre Rindebedeckt. Die Korksehicht enthält zerstreut liegende Lenticellen, kenntlichan den abgerundeten, [ntercellularräume Lassenden Korkzellen und demunverkorkten Füllgewebe. Die sekundäre Rinde bleibt dauernd rechtdünn; in das stärkeiuhrende, teilweise Oxalatdrusen enthaltende, lockere,dünnwandige, rund getüpfelte Parenchym der Rinde sind zahlreiche ab-gerundete Sekretbehälter von der Grösse der Parenchymzellen eingelagert.Die dünnen Winnie der Sekretzellen enthalten eine feine Korksehicht;der farblose Zellinhalt färbt sieh beim Lagern. Die Sekretzellen stehenhäufig in Längsreihen übereinander. Siebröhren sind nur in der Nähedes Kambiums erhalten. Das mächtig entwickelte sekundäre Holz bestehtebenfalls der Hauptmasse nach aus Stärkeführendem Parenchym und ver-einzelten Oxalatzellen. Die reduzierten Gefässstränge besitzen kurz-gliederige, mit grossen Hoftüpfeln versehene Tracheen und Tracheiden.Der anormale Bau wird nun vorwiegend durch folgendes Verhalten be-dingt: Um jeden der soeben erwähnten Gefässstränge bildet sich, aus demumgebenden Parenchym hervorgehend, ein dunkel erscheinender Kambiumring (Kreislinien des Textes), der nach aussen, in gleicher Weise wie das-normale Kambium, Parenchym, Siebröhren, Sekretzellen und OxalatZellen und nach innen regelmässige Reihen von Pareiiehymzellen, in alleremKnollen bisweilen auch Gefässe, erzeugt. Im äusseren Teile der Knollenehmen die Kambiumringe infolge des Wachstums eine tangential ellyp-tische Form an, teilweise sogar öffnen sich die ellypsoiden Kambiumstreifenam spitzen Ende und verschmelzen untereinander, sodass schliesslich imperipherischen Holzteile grosse konzentrische Ringe von Tracheensträngenentstehen können, welche sowohl nach aussen als nach innen von welliggebogenen Kambiuinstreifen umgeben werden, die ihrerseits die erwähntenPhlocmeleuiente einerseits nach der Rinde, andererseits nach dem Centrumzu bilden. Die von dem anormalen Kambium

völlig denen vom normalen Kambium erzeugten.

Bettandteile: Harz (Convolvulin) zu 5 -16 Proz., etwas Jalapin, Stärke.

(grosse Körner;, Zucker, Farbstoff. Vergi auch Regina .lalapae ö7i).

Der Wert der Jalape ist von ihrem Harzgehalte abhängig, Die nuss-grossen, rundlichen und birnförmigen Knollen sind am harzreichsten (12und mehr Proz.), weniger enthalten die mehr gestreckten, und noch harz-ärmer sind die stark eingeschrumpften, gedörrten Birnen nicht unähnlichenKnollen. Teilweise ausgezogene Knollen sind auf der Oberfläche gleich-massig braun und in den Runzeln nicht dunkler, innen häufig schwammigzerklüftet. — Nicht selten finden sich leichte, holzige, stengelige Teil«;(Ausläuferstücke) den Knollen beigemischt. Die vorige Ausgabe des Arznei-

ebildeten Zellen gleichen