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6 Schichten etwas tangential gestreckter, mit runden oder spaltenfönnigenTüpfeln versehenen, stärkefiihrenden Zellen besteht. Diesem, wie auchdem Parenchym der sekundären Rinde sind vereinzelte Steinzellen ein-gelagert. Auf das primäre Parenchym folgt die bräunlich gefärbte, ein-schichtige Endodermis, deren verkorkte Zellen keine Stärke führen.Zwischen dieser und dem Kambium finden sich die isodiametrischen,stärkehaltigen Parenchymzellen der sekundären Rinde, welcher im äusserenTeile primäre, im inneren Teile sekundäre Siebröhrenstränge eingelagertsind. Die sich anschliessende, sternförmige Kambiumzone sehliesst dasgrösstenteils aus stärkeführendem Parenchym bestehende Holz ein. Das-selbe wird seiner nicht holzigen Beschaffenheit wegen häufig als Markbezeichnet. Besonders in den Strahlenenden finden sich die nur ausGei'ässen bestehenden üefässstränge, welche teils spiralige, teils mitSpaltenformaten Hoftüpfeln versehene Gefässe besitzen.
Bestand/nie: Der wichtigste Bestandteil ist das sehr giftige AlkaloidAconitin, C w H 45 N0 12 , welches sich neben anderen, wenig bekannten Basenvornehmlich im Parenchym der Knollen, doch auch sonst in der ganzenPflanze findet. Von anderen Bestandteilen sind Harz, Fett, Mannit undZucker zu nennen. Da im Herbst die Mutterknollen ziemlich lückig sind,Hins* die Droge im Sommer, wo sie am meisten Alkaloide enthalten soll,gesammelt werden.
Über die Gehaltsbestimmung der Alkaloide vergl. das auf Seite 200und 301 Gesagte. Die Berechnung gestaltet sich folgendermassen: 12 gwerden mit 120 g Chloroform-Äthergomiseh extrahiert Aus 100 </ diesesGemisches = 10 g Akonitknollen werden die Alkaloide mit 25 comHundertel-Salzsäure ausgeschüttelt und letztere mit Wasser auf 100 comaufgefüllt. 50 cem hiervon, also 12,5 cem Hundertel-Salzsäure und dieAlkaloide aus 5 a Akonitknollen enthaltend, sollen zur Neutralisationnicht mehr als 8,5 cem Hundertel-Kalilauge, mithin mindestens sovielAlkaloide enthalten, wie 12,5—8,5 -~ 4,0 cem Hundertel-Salzsäure ent-spricht 1 cem Hundertel-HCl zeigt 0,00645 g Alkaloid, berechnet alsAkonitin, an, die 4 cem (5//Wurzel) 0,0258 g. Die Akonitknollen sollendemnach mindestens 0,516 l'roz. (iesamt-Alkaloide enthalten, wovon sichin der Knolle nicht selten 1—D/4 Proz, finden. Der Gehalt an reinemAkonitin beträgt etwa 0,36 l'roz. Der liest besteht aus dein Akonitinsehr nahestehenden Körpern,
Verwechslungen: E)ie Knollen der angebauten Pflanzen sindgrösser und weniger wirksam. - Aconitum variegatum L. (A. Cam-marum Jacq.), an denselben Orten wachsend, besitzt kleinere, 2 cm lange,oben 1 cm dicke Knollen. — Bei Aconitum Stoerkeanum Reichen!*..wie auch einer blau blühenden, von A. Napellus nur durch die spreizendenFrüchtchen unterschiedenen Art, sind die Knollen mehr verlängert undhäufig zu mehr als zweien zusammenhängend. I!ei beiden Arten zeigt dasMark der Knollen einen mehr rundlichen Querschnitt und keine vor-gestreckten Strahlen. Im Geschmack besitzen diese angeblich wenigergiftigen Akonitknollen nicht die anhaltende Schärfe der echten. —Die japanischen Akonitknollen sind ebenso giftig wie die ein-heimischen; sie enthalten das (mit dem Akonitin übereinstimmende) Japa-konitin.
Einsammlung: Zur Blütezeit, im Juli und August, von der wild-wachsenden Pflanze.
Gebrauch: Ein scharfes Mittel innerlich zu 0,03—0,10 gegen Nerven-schmerz, Rheumatismus u. a.
Üie grösste Tagesgabe ist von 0,5 auf 0,3 herabgesetzt!