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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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Mischung kräftig durchschüttelnd, zufliessen, bis die untere,wässerige Schicht eine blassrote Farbe angenommen hat. ZurErzielung dieser Färbung sollen nicht mehr als 8,5 ccm Laugeerforderlich sein.

Vorsichtig aufzubewahren.

Grösste Einzelgabe 0,1 g. Grösste Tagesgabe 0,3 g.

Badix Aconiti. Eisen- oder Sturhutknollen. Racined'aconit Aconite root.

Stammpflanze: Aconitum Napellus L. Eisenhut. Fam.Ranunculaceen.

Ein Kraut auf höheren Gebirgen, in den Gärten als Zierpflanz«häufig angebaut. Das hinterste der tiefblau gefärbten Kelchblätterist helmförmig; die 8 Kronblätter sind unterdrückt, zwei derselben bildenlangbenagelte Nektarien, die vom helmförmigen Kelchblatt umschlossenwerden.

Zur Beschreibung: Die rübenförmigen, durchschnittlich ungefähr 6 gschweren Wurzelknollen des Aconitum Napellus, welche, oben ungefähr2 cm Dicke erreichend, bei .'i bis 8 cm Länge, meist sehr allmählich ineine einfache Spitze auslaufen, sind gepaarte, am oberen Teile durcheinen kurzen Stengel (Achse) zusammenhängende Knollen, deren älterenoch die Reste des oberirdischen Stengels, den sie getragen, zeigt, währenddie jüngere, im laufenden Jahre erst entstandene, oben mit einer Knospeschliesst, welche sich im nächsten Jahre zum Stengel entwickeln soll.Diese jüngere Knolle bildet schon im Herbste in der Achsel einer Blatt-anlage eine kleine seitliche Knospe, die zukünftige Tochterknolle. DieseKnospe durchbricht imfolgenden Frühjahr dieScheide des inzwischen heran-gewachsenen Blattes und wird dadurch, dass sich der kurze Knospenstiel(freie Achse des Textes) in der Nahe der jungen Blattanlagen nach untenaussackt und zur Wurzel wird, zur neuen' Tochterknolle. Zunächst wirdeine bis 30 om lange, senkrecht abwärts, also der Mutterknolle parallelwachsende, fadenförmige Wurzel gebildet, die sich erst während des Fruh-sommers in ihrem oberen Teile mehr oder weniger knollenförmig verdickt. Diejüngere Akonitknolle besteht also aus einem verkürzten, horizontal liegendenStengel, welcher beide Knollen verbindet, sowie einer senkrecht aufwärts-stehenden Endknospe und einer senkrecht abwärts wachsenden, sich ver-dickenden Wurzel. Vor und anfangs der Blütezeit sind beide Knollenfleischig, später gesammelt ist die' ältere Knolle eingeschrumpft, innenbräunlich und mehr oder weniger lückig, da ein grosser Teil ihres Inhaltesals Nährstoffe für die blühende und reifende Pflanze verbraucht wordenst. Sowohl Mutter- wie Tochterknollen sind nach der Beschreibung desArzneibuches offizineil. Beide sind in der Regel auseinandergebroenen.Auf dem Querschnitt zeigen beide ein weites, sternförmiges durch dasKambiuni deutlich begrenztes Mark mit vorgestreckten Strahlen, welchesvon einem schmalen '(icfässbündelkreis umgeben ist. Der Kettichgemcnder frischen Knollen verliert sich beim Trocknen vollständig, die ue-sehmacksschärfe bleibt. (Vorsicht!) . ,

Mikroskopisches Bild: Die Knolle zeigt ausser der Epidermis; nociisämtliche primäre Wurzelbestandteile. Im unteren Teile der Knolle ist.die Epidermis teilweise noch erhalten, im oberen Teile ist dieselbe da-gegen grösstenteils zerstört und die äussersten Zellen des 1 arencliv mssind unter Braunfärbung in ein Metaderm umgewandelt. Bei tSetraciuungdes Querschnittes zeigt sich, dass das primäre Kindenparenchym aus etwa