Druckschrift 
2, Abt. 1 (1829)
Entstehung
Seite
189
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

I. SanerstofFfreie Mineralie». F. Snlfuride. 189

abgestumpften Flüssigkeit eine, dem untersuchten Zinno-ber fast gleiche Menge schwarzes Schwefelmerkur abge-schieden werden.

Uebrigens würde ein Erz, welches kein freies Mer-kur enthält, durch eine angemessene Menge Eisenfeile,(höchstens gleiche Thcile) und Destillation, den Gehaltseines Merkurs, mithin anch seines Zinnobers, leicht fin-den lassen.

Sulfurid des Molybdäns,

§. 143.

M o 1 J b d ä n g 1 a n z. Mo SP.

Verhalten im Feuer.

"Vor dem Löihrohr beschlagt es die Kohle, entläfstschwefelige Säure, und wird übrigens wenig verändert.Mit Kaliumoxydnitrat verpufft es zu Eisenoxyd und zuMolybdänsäure.

Analyse.

a) Man digerire das Fossil mit chlorsalpetrigerSäure von f Bydrochlorsäure , unter dem alirnähligenZusatz kleiner Portionen der ersteren, giefse die nochwarme Auflosung ab und fahre mit der ganzen Opera-tion fort, bis nur Quarztheilch.cn übrig bleiben, alsounter diesen kein Molybdänkies mehr sichtbar ist; hier-auf giefse man die sämmtlichen Auflösungen — welcheneben dem Kiesel auch Molybdänsäure abgelagert ha-ben werden •— zusammen, verdünne, filtnrc nnd ver-setze sie mit Hydrochlorsäure irn Leberschafs — ohn-gefähr mit viermaligem Gewicht des angewandten Fos-

ibiger zu Säure oxydirtenSchwefel mit Chlorbarium auf, entferne das hinzugekom-mene Barnim wiederum mit Schwefelsäure, rauche dieFlüssigkeit zur mäfsigea Trockne ab, löse das rückstän-dige Salz wieder in Wasser auf und mische Ammoniakhinzu, wodurch sich das Eisen- und Alunnumoxyd derBergart ausscheiden.

Man zögere mit der Filtration der vom Bariumoxydsulfatgetrennten Flüssigkeit nicht zu lange, damit sich auch keinBariwnoxydmolybdat zugleich damit niederschlage; zur Sicher-heit kann man erstens auch noch mit Hydrochlorsäure etwasdigeriren.