Druckschrift 
2, Abt. 1 (1829)
Entstehung
Seite
53
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

- - -.■■.,- is

ihrer Oxyde, Anflösungsmittel und Reagentien. 53

Das KaJiumoxydcarbonat scheidet es nur bei ange-wandter Hitze rein aus.

Auflösungsrnittel des Oxyds sind vornehmlich dieSchwefelsäure, Salpetersäure, Hydrochlorsäure, Essig-säure etc.

Es enthält 61,29 Procent Magnium.

§. 46.Calcium.

Das Calcium ist, als solches, nur in dem Chlorcal-cium der .Mineralwasser, wie auch im Fluorcalcium(Flni'sspath) vorhanden; als Oxyd im Sulfate (Gyps,Anhydrit), im Phosphate (Apatit), im Carhonate(Kalkspath, Arragonit), im Arseniate (Pharmacolith),im Borate fDatolith), im Silicate (hier nämlich imMesolith, Diploit, Thomsonit, Hanyn, Gehlenit, Apo-phyllit, Endialit, Labrador, Amorthit, Zoisit, Kanealstein,Tafel spath), im Titanate (Titanit), im W olframiate(Tungstein).

Um Calcium zu gewinnen, wird das Oxyd in einereisernen Röhre glühend mit Kaliumdampf in Berührunggebracht, und das reducirte Metall durch Merkur vomKaliumsuboxyd getrennt, hierauf das entstandene Amal-gam destiliirt.

In dem Fluor- und Chlorcalcium ist das Calciumdurch Schwefelsäure zu bestimmen. Im Sulfate durchRaliumoxydcarbonat, auf nassem und trockhem Wege;durch Kohle im Glühen etc. Im Phosphate, Arseniate,Borale, Wolframiate manchmal durch vorläufige Dige-stion mit Salpetersäure, Fällung der Säuren .und nach-herige Schätzung des Calciumoxyds durch seine Rea-genlien.

Die löslichen Salze des Calciumoxyds geben mitSchwefelsäure einen iNiederschlag, nicht mit Ammo-niak.

Anflösungsmittel für das Calciumoxyd sind vorzüg-lich die Salpetersäure, Ilydrochlorsäure und Essig-säure.

Hanptreagentien die löslichen Oxalate, Sulfate, Phos-phate, Arseniate, Carbonatc etc.

Das Calciumoxyd enthält 71,91 Procent Calcium.