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3 (1916)
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Familie: Myrtaceae.

Ein andrer wichtiger, in Bezug auf seine Menge die zweiteStelle einnehmender Bestandteil des Cajeputöls ist das vonR. Voiry 1 ) aufgefundene feste, inaktive «-Terpineol 2 ) vomSmp. 35°, das sowohl frei als auch in Form seines Essigsäure-esters zugegen ist.

Terpene enthält das Öl nur sehr wenig; die linksdrehende,von 155 bis 165° siedende Fraktion gibt mit Salzsäure ein festes,linksdrehendes, bei 126 bis 128° schmelzendes Monochlorhydrat,C^H^HCl 1 ), und besteht demnach teilweise aus 1-a-Pinen.

Im Vorlauf finden sich verschiedene Aldehyde, und zwar erhieltVoiry durch Abscheiden mit Matriumbisulfit eine Flüssigkeit vonden Eigenschaften des Valeraldehyds. Der zweite, nach Bitter-mandelöl riechende Aldehyd ist wahrscheinlich Benzaldehyd.

664. Niaouliöl.

Herkunft und Gewinnung. Der Niaoulibaum, Melaleuca viridi-flora de Brongn. et Gris. (Familie der Myrtaceae), ist der Charakter-baum ungeheurer Strecken Neu-r\aledoniens. Der lichte Niaouli-wald zieht sich zwischen Weideland und Urwald bis über 300 mHöhe hinauf. Das Öl wird aus den Blättern, die in frischem Zustandeine Ausbeute von 2,5 °/o geben, in verschiedenen Betrieben ge-wonnen, besonders in der Nachbarschaft von Gomen, woher es diein Frankreich gebräuchliche Bezeichnung „Gomenol" 3 ) erhalten hat.

Eigenschaften. Niaouliöl ist in seinen Eigenschaften undseiner Zusammensetzung dem Cajeputöl außerordentlich ähnlich.d 15 „ 0,908 bis 0,929; « D schwach rechts oder (meist) links;n DS0 „ 1,47225 (1 Bestimmung). S.Z. 1,3; E. Z. 7,4 (1 Bestimmung).Löslich in etwa 1 Vol. 80 °/oigen Alkohols. Von 70 ° oigem Alkoholsind 4 bis 25 Vol. zur klaren Lösung erforderlich.

Zusammensetzung. 4 ) Die Stelle des l-«-Pinens im Cajeputöl ver-tritt beim Niaouliöl das d-«-Pinen, aus dem ein rechtsdrehendes,

') Compt. rend. 10« (1888), 1538. — Bull. Soc. chim. II. 50 (1888), 108. -Journ. de Pharm. V. IS (1888), 149.

") Bericht von Schimmel Sj Co. April 1882, 7.

») Bullet. Gen. de Therap. 136, 1; Pharmaceutical Journ. 61 (1898), 241.

4 ) G. Bertrand, Bull. Soc. chim. III. 9 (1893), 432; Compt. rend. 116 (1893),1070. — R. Voiry, Contribution ä l'etude chimique des huiles essentielles dequelques Myrtacees. These de l'Ecole superieure de Pharmacie de Paris 1888.