Cajeputöl.
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Bei sehr starker Abkühlung mit flüssiger Kohlensäure undÄther erstarrt es zu einer kristallinischen Masse. Das Kupferläßt sich aus dem Öl durch Schütteln mit konzentrierter Wein-säurelösung, aber nicht mit Wasser, entfernen. H. C. Prinsen-Geerligs 1 ) glaubt dies Verhalten darauf zurückführen zu müssen,daß das Cajeputöl geringe Mengen Butter- und Valeriansäure, freiund verestert, enthält und daß diese das Kupfer in Lösung halten.Neben Kupfer kommt im rohen Öl, wie aus dessen spektro-skopischem Verhalten hervorgeht, Chlorophyllan-), oxydiertesChlorophyllgrün, vor.
Außerdem enthält Cajeputöl manchmal auch ein hochsieden-des, blaues Öl.
Verfälschungen sind bei Cajeputöl beobachtet worden mitKokosfett 3 ), Petroleum 3 ) 4 ) und Eucalyptusöl 4 )"').
Zusammensetzung. Die ersten chemischen Untersuchungenbeschäftigten sich ausschließlich mit dem Hauptbestandteil desCajeputöls, dessen elementare Zusammensetzung, C 10 H 18 O, schonvon R. Blanchet") im Jahre 1833 richtig erkannt wurde. DieIdentität dieses von M. Schmidt 7 ) „Cajeputenhydrat", vonJ. H. Gladstone s ), sowie von C. R. A. Wright und Lambert 9 )„Cajeputöl" genannten Körpers mit Cineol wurde vonO. Wallach 1 ") durch die Darstellung der Halogen- und Halogen-wasserstoffverbindungen dargetan. Einen weitern Beweis dafürbrachten 0. Wallach und E. Gildemeister 11 ) durch die Oxy-dation der entsprechenden Fraktion zu der bei 196 bis 197'schmelzenden Cineolsäure C 10 H 16 O 8 .
') Chem. Weekblad 1 (1904), 931; Chem. Zentralbl. 1905, I. 95.
2 ) W. A. Tichomirow, Pharm. Zeitschr. f. Rußl. 27 (1888), 548; )ahresb.f. Pharm. 1888, 317.
3 ) A. G. Vorderman, Rev. intern, falsific. 12(1899), 146; Chem. Zentralbl.1899, II. 970.
4 ) ). C. Umney, Chemist and Druggist 63 (1903), 725.
5 ) E. ). Parry, ibidem 783.
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■) )oiirn. chem. Soc. 1+ (1862), 63. — Journ. f. prakt. Chem. 82 (1861), 189.
s ) )ourn. chem. Soc. 25 (1872), 1 ff. — Pharmaceutical Journ. III. 2 (1872),746. — Jahresber. d. Chem. 1872, 815.
") Berl. Berichte 7 (1874), 598. — Pharmaceutical )ourn. III. 5 (1874), 234.10 ) Liebigs Annalen 225 (1884), 315.") Ibidem 246 (1888), 276.